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Wärmesektor klimafreundlich umgestalten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine klimafreundliche Umgestaltung des Wärmesektors. Das geht aus einem aktuellen Positionspapier „Blaupause Wärmewende – für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Wärme“ hervor. Die Dekarbonisierung des Wärmesektors dürfe nicht länger verschleppt werden, nach dem Klimagipfel von Paris müssten auch die CO2-Minderungsziele für den Gebäudesektor nachgeschärft werden. „Während die Anteile der erneuerbaren Energien im Stromsektor in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, besteht im Wärmebereich großer Nachholbedarf“.

Erst 12,2 Prozent der Wärme werden demnach aus regenerativen Quellen erzeugt. Damit sich der Wärmemarkt ökologisch besser entwickeln kann, fordert die DUH vor allem eine bessere Zusammenführung der aktuellen Gesetzestexte in einen einheitlichen Rahmen. „Das Nebeneinander der unterschiedlichen Regelungssysteme des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG), Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) erweist sich in der Praxis als hinderlich.“

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner fordert zudem mehr Planungssicherheit für Hausbesitzer, Investoren und Verbraucher. „Nach dem Klimagipfel von Paris müssen auch die CO2-Minderungsziele für den Gebäudesektor nachgeschärft werden. Dafür müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die klimagerechte Gebäudesanierung verbessert werden.“ Die Wärmeversorgung ist für jährlich rund ein Drittel der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und über die Hälfte der Endenergie wird für die Bereitstellung von Wärme verbraucht.

Vergleicht man den Strom- und Wärmesektor fällt auf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung verhältnismäßig niedrig ist. Laut Peter Ahmels, DUH-Bereichsleiter Energie und Klimaschutz, fehlten wichtige Anreize für den Umstieg auf eine erneuerbare Energieversorgung. „Gerade jetzt, wo die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz überarbeitet werden und die Energiepreise sehr niedrig sind, ist eine günstige Gelegenheit dafür. Bevor wieder eine Festlegung für viele Jahrzehnte erfolgt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen noch für Jahrzehnte festgeschrieben wird.“

Gerade in Contracting-Angeboten liegt noch großes Potenzial für Stadtwerke. Neben Wärmeliefercontracting bieten auch Einsparcontracting-Lösungen gute Ansatzpunkte. Hier ist die Konkurrenzsituation noch vergleichsweise überschaubar. Um entsprechende Ansätze zu fördern, beteiligt sich die ASEW am europäischen Förderprojekt Energy Perforrmance Contracting Plus (EPC+). Dieses richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Ziel ist es, Einsparcontractingmodelle fester im Markt zu verankern. Unter anderem werden hierzu standardisierte Energiedienstleistungspakete entwickelt, die die Erschließung des Marktes unterstützen.

 

Ansprechpartner
Torsten Brose
0221.931819-26
brose@asew.de



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