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Energieforschung: Bund steigert Ausgaben

Das Bundeskabinett hat den Bundesbericht Energieforschung 2016 beschlossen. Danach hat die Bundesregierung im Jahr 2015 rund 863 Millionen Euro für die Forschungsförderung im Bereich Energietechnologien bereitgestellt. 2014 waren dies mit 819,2 Millionen Euro rund 5,3 Prozent weniger. Fast drei Viertel der Forschungsmittel flossen dabei in die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Der größte Anteil der Forschungsgelder – insgesamt 323,3 Millionen Euro (37,5 Prozent) – entfiel auf die Forschungsförderung für erneuerbare Energien. Dies waren gut 20 Millionen Euro mehr als noch 2014. Auf die Förderung der Forschung an Energieeffizienzmaßnahmen entfielen 317,3 Millionen Euro (36,8 Prozent). Dagegen wurden die Ausgaben für die Fusionsforschung nur leicht erhöht auf rund 139,2 Millionen Euro. Forschungsvorhaben im Bereich nukleare Sicherheit und Entsorgung finanzierte der Bund mit 82,9 Millionen Euro. Energiespeicherbezogene Forschung wurde 2015 mit Fördermitteln in Höhe von 61,59 Millionen Euro bedacht. 83 Projekte mit einem Volumen von 60,3 Millionen Euro seien dabei neu bewilligt worden.

Auch insgesamt gesehen sind die Aufwendungen für Forschung in Deutschland gewachsen. Niemals zuvor wurde so viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert wie heute. Wie aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2016 hervorgeht, verzeichnete der Bund seit 2005 einen Ausgabenzuwachs von gut 75 Prozent. Mehr als 600.000 Menschen sind derzeit in der Forschung tätig. Die jährlichen Investitionen des Bundes für Forschung und Entwicklung stiegen auf 15,8 Milliarden Euro in 2016. Nach Berechnungen für 2014 haben Staat, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam fast 84 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben – gut zwei Drittel davon investierten Unternehmen (57 Milliarden Euro).

Indes schaffte Deutschland es erneut nicht, das angepeilte Ziel von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschungsausgaben zu erreichen. Insgesamt betrugen die Forschungsausgaben 2,9 Prozent des Bruttoinalndsprodukts. Wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka mitteilte, sei damit das Ziel der Strategie Europa 2020, jährlich 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung auszugeben, nahezu erreicht. „Im europäischen Vergleich stehen wir sehr gut da. Und im Jahr 2020 reden wir nicht über 3 Prozent, sondern über mehr.“

Die von der Regierung beauftragte Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte erst kürzlich festgestellt, dass Deutschland noch Nachholbedarf in wichtigen Bereichen habe. Wie das Bundesforschungsministerium einräumte, gelte es künftig, „bislang ungenutzte Innovationspotenziale vor allem im Mittelstand und durch mehr Unternehmensgründungen zu aktivieren und die Gesellschaft stärker mit einzubeziehen.“

 

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