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Trier: Kapitel Black Gekko schließen

Die Negativnachrichten um das Projekt Black Gekko reißen nicht ab. Die Stadtwerke Trier GmbH haben den Ausstieg aus dem Gemeinschaftskohlekraftwerk Hamm beschlossen. Zuvor hatte RWE, Projektführer des Kraftwerks, den Anteilseignern zwei Exit-Optionen angeboten: einen Teilausstieg zu 50 Prozent oder die komplette Trennung. Der „Trierische Volksfreund“ zitierte einen Stadtwerkesprecher, demzufolge der Stadtwerkevorstand aufgrund der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Risiken „den Gremien vorschlagen [werde], komplett aus dem Projekt auszusteigen“. Die Stadtwerke Trier hatten bislang Rückstellungen in Höhe von 7,6 Millionen Euro gebildet.

Auch andere Stadtwerke wollen dem Trierer Beispiel folgen. Die Energie-Tochter der Stadtwerke Dortmund, DEW21, rechnet mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Demnach wurden bereits 65 Millionen Euro zurückgestellt. Laut „Westdeutscher Allgemeiner Zeitung“ könnten bei einem Komplettausstieg nochmals 30 Millionen Euro an Verlusten hinzukommen. Auch die Stadtwerke Radevormwald, Hamm und Osnabrück arbeiten am Ausstieg.

Am Projekt Black Gekko sind unter Federführung von RWE 23 Stadtwerke beteiligt. Wegen technischer Schwierigkeiten ist der zweite Block immer noch nicht in Betrieb – und wird wegen schwerer Probleme der Kesseltechnik wohl nie in Betrieb gehen. Der erste Block läuft seit vergangenem Jahr. Ursprünglich sollte das Kraftwerk 2011 am Netz sein. Das Kraftwerk kostete bislang etwa drei Milliarden Euro.

 

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