BG

Überwiegend negatives Echo auf KWKG-Entwurf

Der Bundesrat hat sich auf seiner letzten Sitzung mit dem Entwurf für die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) befasst. Die Ausschüsse für Wirtschaft sowie für Umwelt haben dabei Anpassungen im Entwurf vorgeschlagen. So soll die KWK-Förderung für Strom, der nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird, für Anlagengrößen bis 250 kW statt 100 kW erfolgen. Auch sollen die KWK-Zuschläge für Anlagen bis 50 kW bei 5,41 Cent je Kilowattstunde belassen werden. Darüber hinaus regen beide Ausschüsse eine Prüfung der Gleichstellung von Contractoren mit dem Eigenbetrieb an.

Insgesamt stößt der Gesetzentwurf bei den größeren Branchenverbänden auf ein eher negatives Echo. So heißt es einhellig, die Neufassung des KWK-Gesetzes verkenne den Stellenwert von KWK, blockiere deren Potenziale und bleibe insgesamt hinter den Erfordernissen zurück. Dr. Klaus Jensch, Vorstand des Verbands Beratender Ingenieure (VBI), zufolge sei KWK die ideale Technologie für die Energiewende. Sie sei schnell, dezentral und genau dort, wo Strom und Wärme gerade gebraucht würden. Indes sollen KWK-Anlagen, die bei der ortsnahen Strom- und Wärmeversorgung zum Einsatz kommen, künftig in weiten Teilen nicht mehr oder nur geringfügig gefördert werden. Der Fokus des Regierungsentwurfs liege klar auf der Einspeisung in die Netze der allgemeinen Versorgung.

Christian Noll, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), kritisiert, dass die Bundesregierung mit der Beschränkung des Ausbauziel von 25 Prozent KWK-Anteil an der gesamten Stromerzeugung auf die sogenannte regelbare Stromerzeugung faktisch die Senkung der KWK-Ausbauziele betreibe. Birgit Arnold, Geschäftsführende Vizepräsidentin des VfW – Verband für Wärmelieferung betont, dass gerade der dezentrale Wärmemarkt klimapolitisch enorme Potenziale berge. Diese seien bis heute nicht annähernd erschlossen. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), Stefan Kuluk, sekundiert. Kleine Anlagen würden immer noch nicht ausreichend gefördert, obwohl dies im Rahmen der beschleunigten Sanierung im Wärmemarkt dringend geboten wäre.

 

www.bmwi.de



zurück

Ansprechpartner:

Markus Edlinger

E-Mail edlinger@asew.de
Fon 0221 / 93 18 19 - 21
Fax 0221 / 93 18 19 - 9

 Warenkorb

Mitgliederbereich 

<< Oktober 2017 >>
  Mo Di Mi Do Fr Sa So
39 1
40 2 3 4 5 6 7 8
41 9 10 11 12 13 14 15
42 16 17 18 19 20 21 22
43 23 24 25 26 27 28 29
44 30 31
Heute: 20. Oktober 2017

Newsletter