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E-Mobilität: Bundesrat stimmt Förderung zu

Die Förderung der Elektromobilität durch steuerliche Vorteile kann erweitert werden. Der Bundesrat hat dem vom Bundestag im September verabschiedeten Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität zugestimmt. Die derzeit geltende fünfjährige Steuerbefreiung bei der Erstzulassung reiner Elektrofahrzeuge wird damit rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf zehn Jahre erweitert. Zudem müssen Vorteile, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern beim Aufladen ihrer Elektroautos oder Hybridfahrzeuge im Betrieb gewährt, nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Der Absatz von Elektrofahrzeugen in Europa hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Die Umweltorganisation Transport & Environment geht davon aus, dass Ende des Jahres nahezu 600.000 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge in den EU-Staaten, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein zugelassen sind. Dies wäre etwa 1 Prozent aller europäischen Fahrzeuge. In diesem Jahr rechnet die Organisation damit, dass etwa 200.000 Elektroautos im europäischen Wirtschaftsraum verkauft werden. Der Durchbruch der Elektromobilität sei zwar im Gang. Um aber schnellere Fortschritte zu erreichen, müsse die Infrastruktur (Ladestationen) noch konsequenter ausgebaut und die steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen verbessert werden. Auch ein Betriebsverbot von Dieselfahrzeugen in den Innenstädten könnte den Absatz von Elektromobilen weiter voranbringen.

2015 überstieg der Absatz von Plug-In-Hybriden erstmals die der reinen Elektroautos. Auf dem europäischen Markt werden inzwischen 34 Modelle mit elektrifizierten Antrieben angeboten, deutlich mehr als in den Vorjahren. Das Geschäft mit den Elektrofahrzeugen ist in den einzelnen Staaten allerdings sehr unterschiedlich entwickelt. An der Spitze lagen 2015 die Niederlande, wo 43.000 verkaufte PKW und leichte Nutzfahrzeuge einen elektrischen Antrieb hatten; das waren fast 9 Prozent aller Neufahrzeuge. Den größten Beitrag zur Mobilität leisten Elektrofahrzeuge in Norwegen, wo im letzten Jahr 35.000 Fahrzeuge verkauft wurden, fast 19 Prozent aller Neuzulassungen. Wichtige Absatzmärkte waren außerdem Großbritannien (30.000 Neuzulassungen), Frankreich (27.000) und Deutschland (24.000). In allen anderen EU- Staaten wurden 2015 weniger als 10.000 Elektromobile abgesetzt. Trotzdem ist Transport & Environment optimistisch, dass der Anteil der elektrisch betriebenen Fahrzeuge in den nächsten Jahren schneller steigt. 

 

www.bundesrat.de



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