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Erneuerbare wachsen stark

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Schätzungen zum Ausbau erneuerbarer Energien korrigiert. Bis 2021 erwarten die IEA-Experten ein um 13 Prozent höheres Wachstum als bislang angenommen. In der Vergangenheit hat die IEA das Wachstum der erneuerbaren Energien konstant unterschätzt. Kritiker warfen der IEA vor, dass sie damit eine auf fossilen und atomaren Quellen beruhende Energiepolitik unterstützt, die vor allem großen Konzernen zugutekomme.

2015 machten Ökostrom-Anlagen erstmals weltweit mehr als die Hälfte aller neu geschaffenen Kapazitäten zur Energieerzeugung aus. Aktuell werden weltweit etwa eine halbe Million Solarmodule pro Tag installiert. In China, dem Land mit dem größten Zuwachs bei regenerativen Energien, werden jede Stunde zwei neue Windräder installiert. IEA-Direktor Fatih Birol sagte, man sei „Zeuge einer Transformation der globalen Energiemärkte unter Führung der Erneuerbaren. Das Gravitationszentrum des Wachstums bewegt sich in Richtung der Schwellenländer.“

Die Ursachen für den Boom sind vielfältig: Zu verstärkten Förderprogrammen – vor allem aufgrund einer erhöhten Sensibilität für Klimaschutzbelange – kommen technologische Fortschritte und ein wachsender Konkurrenzkampf, der die Preise drückt. Die Kosten für Solarmodule haben sich seit 2009 halbiert. Die Ausschreibungen für Freiflächen-PV-Anlagen erlösen zudem aktuell Preise unter acht Cent je Kilowattstunde. Damit ist Solarstrom günstiger als Energie aus neuen Kohlekraftwerken.

Die IEA geht nun davon aus, dass die erneuerbaren Energien 2021 einen Anteil von 28 Prozent am globalen Strommix haben werden – 2015 lag die Schätzung noch bei 23 Prozent. IEA-Direktor Birol sagte, er sei sehr erfreut, dass die Projektionen für die nächsten fünf Jahre nun optimistischer seien. Und sogar diese Annahmen seien noch bescheiden im Vergleich zu den riesigen ungenutzten Potenzialen. Die IEA werde mit den Regierungen weltweit kooperieren, um den Einsatz der Ökoenergien zu optimieren.

 

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