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BNetzA startet dritte PV-Freiflächenausschreibung

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die dritte Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen gestartet. Das Ausschreibungsvolumen beträgt 200 Megawatt; es liegt damit um 50 Megawatt über den bisherigen Runden. Gebote sind maximal bis zu einer Höhe von 11,09 Cent je Kilowattstunde möglich; auch diesmal gilt das Einheitspreisverfahren („uniform pricing“) – das heißt, das letzte zum Zuge gekommene Gebot bestimmt den Preis aller Gebote. Bieter können ihre Gebote bis zum 1. Dezember 2015 abgeben.

Die PV-Vergütungssätze bleiben indes auf dem gewohnten Niveau. Wie Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, mitteilte, lägen die Zubauzahlen der vergangenen zwölf Monate mit etwa 1.437 Megawatt unterhalb des gesetzlich festgelegten Zubaukorridors von 2.400 bis 2.600 Megawatt.

Für die anderen regenerativen Erzeugungsarten ergibt sich ein unterschiedliches Bild. Für den Zeitraum August 2014 bis August 2015 betrug der Zubau der Windenergie an Land 3.666 Megawatt netto. Insgesamt wurden 3.943 Megawatt neu installierte Onshore-Windenergieleistung in Betrieb genommen und 277 Megawatt endgültig stillgelegt. Im gleichen Zeitraum wurden Biomasseanlagen mit einer Leistung von insgesamt 71 Megawatt neu in Betrieb genommen. Für die Flexibilitätsprämie von Biomasse-Bestandsanlagen ist ein „Deckel“ mit einer Obergrenze von insgesamt 1.350 Megawatt zusätzlich installierter Leistung vorgesehen. Bis Ende Mai 2015 betrug der hierauf anrechenbare Zubau rund 60 Megawatt.

Unterdessen diskutiert die Windenergiebranche bereits das künftige Ausschreibungsmodell für Offshore-Windkraft. Bis Anfang Oktober konnten die führenden Verbände, Netzwerke und Organisationen eine Stellungnahme hierzu beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) einreichen. Dabei zeichnet sich ab, dass es keine gemeinsame Position in der Branche gibt. Der VDMA Power Systems und die Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie, in der sich die wichtigsten Betreiber von Offshore-Windparks organisieren, haben ein gemeinsames Positionspapier nicht unterzeichnet.

Teile der Branche sprechen sich für das sogenannte ONEPplus-Modell aus, das eine Weiterentwicklung des bestehenden Offshore-Netzentwicklungsplans vorsieht. Das BMWi und einige der Windenergieunternehmen favorisieren dagegen das Zentral-Modell nach dänischem Muster. Hierbei übernimmt der Staat die teuren Vorlaufkosten unter anderem für Umweltgutachten und Netzanschluss, Unternehmen bieten dann auf die ausgewiesenen Flächen.

Einigkeit herrscht dagegen in der Frage des Ausschreibungsvolumens. Da das festgelegte Ausbauziel von 6.500 Megawatt bis Ende 2020 wohl übererfüllt wird, soll der „Überhang“ nicht mit den Volumina für die Jahre 2021 bis 2023 verrechnet werden. Wie Urs Wahl, Geschäftsführer der Offshore-Windindustrie-Allianz (OWIA), mitteilte, würde dies dazu führen, dass in diesem Zeitraum gerade mal ein Windpark gebaut werden könnte. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hatte Anfang September eine jährliche Ausbauleistung von mindestens 1.200 Megawatt vorgeschlagen. 

 

www.bundesnetzagentur.de



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