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EEG-Umlage steigt um acht Prozent

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben die Höhe der EEG-Umlage für 2017 bekanntgegeben: Diese steigt um rund acht Prozent auf 6,88 Cent je Kilowattstunde.

Auch der Umfang weiterer, auf dem Energiewirtschaftsgesetz basierender Umlagen wurde festgesetzt: Die Offshore-Haftungsumlage beträgt künftig -0,028 Cent je Kilowattstunde. Die Höhe des KWKG-Aufschlags sowie der §19 StromNEV-Umlage werden diese Woche bekanntgegeben.

Die Reaktionen auf die Anhebung der EEG-Umlage fielen erwartbar negativ aus. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sieht mit dem Anstieg der EEG-Umlage ein wachsendes Problem auf die deutsche Industrie zu rollen: „Energiekosten werden für die Industrie zu einem echten Standortproblem, denn die EEG-Umlage wächst in diesem Jahr fast viereinhalb Mal so stark wie die Wirtschaft.“ Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen, Katherina Reiche, betonte dagegen, dass sich die Kosten für die Umsetzung der Energiewende „nicht mehr nur in der gestiegenen EEG-Umlage bemerkbar [machen], sondern immer stärker durch die Steigerung der Netzentgelte.“ Jens Mühlhaus, Vorstand der Green City Energy AG, sagte im Interview mit Klimaretter.info, die Transparenz der EEG-Umlage werde „von der Anti-Energiewende-Lobby gerne auch als Basis für die Strompreis-Lüge verwendet“. Zumindest seien aber zwei Tatsachen endlich in der Debatte angekommen, „nämlich dass ein Großteil des Anstiegs der EEG-Umlage auf dem gesunkenen Börsenstrompreis beruht und dass das eigentlich brisantere Thema der Anstieg der Netzumlage ist.“

Greenpeace Energy betonte bereits im Vorfeld, dass die versteckten Kosten und Subventionen konventioneller Energien deutlich höher lägen. Hierzu hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) errechnet, wie hoch eine Konventionelle-Energien-Umlage ausfallen müsste, würden diese Kosten über den Strompreis auf alle Energiekunden umgelegt. Das Ergebnis: 2017 müssten Kunden auf jede verbrauchte Kilowattstunde bis zu 10,8 Cent Konventionelle-Energien-Umlage zahlen. Laut der FÖS-Kurzanalyse summieren sich staatliche Fördergelder und gesellschaftliche Folgekosten für konventionelle Energieträger wie Kohle und Atom im kommenden Jahr voraussichtlich auf bis zu 38 Milliarden Euro.

 

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