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Mehr EU-Forschungsgelder für Smart Grid

Für den Ausbau des Smart Grid haben Berater der EU-Kommission dringenden Forschungsbedarf festgestellt. Bis 2025 müssten 2,3 Milliarden Euro zusätzlich in Forschung und Entwicklung fließen, die sich mit dem Ausbau des Stromnetzes und der Erweiterung um digitale Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigt. So steht es im unveröffentlichten Entwurf für einen neuen Forschungs- und Entwicklungsfahrplan. Erarbeitet hat die Roadmap die „Europäische Technologie- und Innovationsplattform Intelligente Netze für die Energiewende“ (ETIP SNET). Sie ist eine von mehreren Plattformen mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft, die Energie-Kommissar Arias Miguel Cañete für den zentralen Energieforschungsplan der Union (SET) eingesetzt hat.

Die Mitglieder der Innovationsplattform sollen feststellen, was noch an Forschung und Entwicklung nötig ist, damit die EU ihre Energie- und Klimaziele für 2030 erfüllt und im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle bei Energietechnologien spielt. Die nötige Summe von 2,3 Milliarden Euro hat die Plattform vom Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E übernommen. Im Detail heben die EU-Berater zusätzlichen Forschungsbedarf bei drei Schwerpunkten hervor: der Integration von Speichern in das Stromnetz, der Kopplung mit anderen Energienetzen für Gas und Fernwärme sowie Technologien für „aktive Konsumenten“, die selbst Elektrizität erzeugen oder ihren Verbrauch der Ökostrom-Produktion flexibel anpassen.

Bei der Sektorkopplung soll dem Bericht zufolge unter anderem erforscht werden, wie die Produktion von Methan oder Wasserstoff aus Strom und die anschließende Rückverstromung dazu genutzt werden können, das Elektrizitätsnetz zu stabilisieren. Für diese Power-to-Gas-Technologie hat die Bundesregierung erst mit der EEG-Reform im Sommer eine neue Fördermöglichkeit geschaffen. Einen weiteren Schwerpunkt mit einem Forschungsbedarf von 120 Millionen Euro sehen die Berater bei der Cyber-Sicherheit des Energiesystems. So soll der Schutz vor Hackerangriffen verbessert, aber auch ein Warnsystem für Kraftwerks- und Netzbetreiber entwickelt werden. Es soll Alarm schlagen, wenn Hacker in Energiesysteme eingedrungen sind.

Die ASEW unterstützt kommunale Energieversorger bei Fragen rund um smarte Netze und insbesondere die damit verbundenen Fragen zur IT-Sicherheit im ASEW-Arbeitskreis IT-Sicherheit statt. Der Arbeitskreis wurde im Rahmen des Forschungsprojektes SIDATE konstituiert und dient als Plattform zur Unterstützung bei der Umsetzung der gesetzlichen IT-Sicherheitsanforderungen. Gemeinsam werden verschiedene Arbeitsunterlagen, etwa zur Analyse des bestehenden IT-Sicherheitsniveaus, entwickelt. Die Projektergebnisse kommen so dem gesamten Netzwerk zugute. Bei Interesse an einer Mitarbeit im Arbeitskreis wenden Sie sich an Michael Kreusch unter 0221.931819-20 oder kreusch@asew.de.

 

http://ec.europa.eu/priorities/energy-union-and-climate_de



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Ansprechpartner:

Markus Edlinger

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Fon 0221 / 93 18 19 - 21
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