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Nürnberg: Chancen der Dezentralität untersucht

Der Einsatz von Flexibilitätsoptionen statt verstärktem Netzausbau verspricht einen erheblichen gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Das geht aus der Studie „Dezentralität und zellulare Optimierung – Auswirkungen auf den Netzausbaubedarf“ von Prognos und der Universität Erlangen-Nürnberg im Auftrag der N-ERGIE AG hervor.  Laut N-ERGIE-Vorstand Josef Hasler werde die heutige Netzausbauplanung den vielen technischen Entwicklungen zur Integration der erneuerbaren Energien nicht gerecht. „Der weitere Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland lässt sich auch mit der Hälfte der im Netzentwicklungsplan vorgesehenen HGÜ-Trassen realisieren.“

Die Studie untersucht, wie sich veränderte Parameter im Bereich der erneuerbaren Energien und Flexibilität auf den geplanten Ausbau des Übertragungsnetzes auswirken. Die Studienautoren konzentrierten sich dabei auf die Parameter, die in der heutigen Netzentwicklungsplanung wenig beachtet werden. Dazu zählen neben der Ansiedlung der Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien unter anderem Flexibilität von Verbrauchern, die Verteilung der KWK-Anlagen sowie ein optimales Einspeisemanagement.

Die Analysen zeigen, dass im Netzentwicklungsplan bereits im Modell „Marktgleichgewicht“ Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Aus volkswirtschaftlicher Gesamtperspektive ist die regionale Ansiedlung von Erzeugungsanlagen mit einem hohen Wohlfahrtsgewinn von 1,7 Milliarden Euro pro Jahr verbunden, wenn man sie kombiniert mit der Einführung eines wohlfahrtsoptimierten Einspeisemanagements, dem Redispatch, der kostenoptimalen räumlichen Ansiedlung von KWK und Power to X. Die Studie zeigt zudem, dass keine Notwendigkeit besteht, den Ausbau erneuerbarer Energien zu dämpfen. Im Gegenteil: Bei Einsatz der vorgeschlagenen Maßnahmen lässt sich dieselbe erneuerbare Erzeugung mit wesentlich weniger Netzausbau realisieren. N-ERGIE-Vorstand Hasler betont denn auch, dass der derzeit propagierte Plan der Bundesregierung Folgekosten verursache, die letztendlich über Netzentgelte von der Allgemeinheit getragen werden müssten. Außerdem würden gerade die lokal engagierten Akteure ausgebremst. „Regionale Wertschöpfung und ein reduzierter Netzausbau fördern die Akzeptanz der Energiewende und damit den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und Innovationsleistungen wie Speichertechnologien.“

 

www.n-ergie.de

 



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