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Power-to-Gas könnte Energiewendekosten erheblich senken

Die Umwandlung von Überschussstrom aus Wind- oder Solarenergie in Wasserstoff oder Methan (Power-to-Gas) senkt die Kosten für die Energiewende um mehrere Milliarden Euro. Zudem sorgt Power-to-Gas dafür, dass sich der Strom günstig über mehrere Monate speichern lässt. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Bedeutung und Notwendigkeit von Windgas für die Energiewende in Deutschland“. Diese wurde von der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) und von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy erstellt.

Nach den Berechnungen der Wissenschaftler wird ein Stromsystem mit Power-to-Gas-Anlagen ab etwa 2035 günstiger sein als eines ohne. Bereits 2040 ließen sich damit zwischen zwei und sechs Milliarden Euro, bis 2050 sogar zwölf bis gut 18 Milliarden Euro sparen. Ohne die entsprechenden Anlagen, die Strom etwa per Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln und damit speicherbar machen, wäre eine Stromerzeugung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien nicht machbar – und dies unabhängig davon, wie viele Kraftwerke zugebaut werden. Wie die berechneten Szenarien zeigten, erhöhten die Anfangsinvestitionen in den Ausbau von Power-to-Gas-Anlagen zwar die Kosten des Stromsystems. Aber diese Ausgaben würden bis 2050 deutlich überkompensiert.

Laut der Studie müssten dafür allerdings im Strombereich bis zum Jahr 2050 maximal 134 Gigawatt an Power-to-Gas-Anlagen gebaut werden. Dieser Bedarf sinke, wenn ergänzend andere und vielleicht günstigere Möglichkeiten zum Ausgleich der schwankenden Produktion erneuerbarer Energien erschlossen werden. Gedacht ist hierbei an Batteriespeicher, Verbrauchsanpassung der Kunden oder steuerbare erneuerbare Energien.

 

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