ASEW-Studie belegt: Deutliche Einsparungen durch Stadtwerke-Energieberatung

(vom 17.07.2013)

Die Energieberatung der Stadtwerke führt bei privaten Haushaltskunden zu deutlich spürbaren Energieeinsparungen. Das belegt eine vom Stadtwerke-Netzwerk ASEW in Auftrag gegebene Studie zur Evaluierung der Effekte von Energieberatungen, die Stadtwerke ihren Privatkunden anbieten. Die Ergebnisse können hinsichtlich einer möglichen Verpflichtung der Energieversorger zur Steigerung der Energieeffizienz beim Kunden im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie wichtig werden – da Stadtwerke damit zusätzliche Einsparungen belegen können.

Im Rahmen der Studie wurden zwischen April und Mai 2013 über 660 Privatkunden von ASEW-Mitgliedsunternehmen befragt. Ziel war es zu ermitteln, welche zusätzlichen Energieeinsparungen die Kunden durch die Energieberatung ihrer Stadtwerke und die im Anschluss umgesetzten Maßnahmen in den Bereichen Wärme und Strom erzielen konnten. Ergebnis: Durch die Beratung zur effizienten Nutzung von Wärme/Photovoltaik können Hauseigentürmer im Schnitt 900 Kilowattstunden pro Jahr zusätzlich einsparen. Die Beratung von Eigentümern und Mietern zur effizienten Nutzung von Strom senkt den jährlichen Verbrauch durchschnittlich um 210 Kilowattstunden zusätzlich.

ASEW-Geschäftsführerin Daniela Wallikewitz: „Die errechneten Effekte der Energieberatungen von Stadtwerken sind durchaus beachtenswert – zumal bei der Berechnung der Einsparungen nur solche Maßnahmen berücksichtigt wurden, die eindeutig auf die Beratung zurückzuführen waren und die zu einer zusätzlichen Einsparung führten. Maßnahmen, die Kunden ohnehin eingeplant hatten, wurden nicht berechnet.“ Beispiel: Kaufte ein Kunde aufgrund der Beratung anstatt eines Kühlschranks der Energieeffizienzklasse A+ einen Kühlschrank der besseren Klasse A+++ wurde ausschließlich die Differenz zwischen diesen beiden Energiesparklassen als zusätzliche, durch die Energieberatung initiierte Einsparung einberechnet – und nicht die Differenz zum bisher genutzten Kühlschrank.

Die ermittelten Kennzahlen der ASEW-Studie zur Evaluierung der Stadtwerke-Energieberatung können aufgrund der hohen Fallzahlen und einer eher vorsichtigen Einschätzung der Effekte der Energieberatungen der untersuchten Stadtwerke auf die Energieberatung anderer Energieversorger übertragen werden. „Voraussetzung für die Übertragung der ASEW-Evaluation auf andere Stadtwerke ist allerdings eine Dokumentation der durchgeführten Beratungen“, sagt ASEW-Teamleiter Torsten Brose. „Wir raten daher allen Stadtwerken, mit einer Dokumentation zu beginnen, um künftig die positiven Effekte ihrer Beratung quantifizieren zu können. Das kann vor allem hinsichtlich einer möglichen Verpflichtung der Versorger zur Verbesserung der Energieeffizienz beim Endkunden im Rahmen der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie wichtig werden.“

Darüber hinaus könne, so Brose weiter, die Energieeinsparung auch dafür genutzt werden, das bereits vorhandene Engagement der Stadtwerke für eine nachhaltige Energienutzung und für den Klimaschutz zu unterstreichen und zu belegen. Denn: Laut der ASEW-Studie verbessern Kunden durch die Energieberatung ihre eigene CO2-Bilanz erheblich. So beträgt etwa die Minderung der CO2-Emissionen durch die Beratung von Hauseigentümern im Bereich Wärme gut 270 Kilogramm pro Jahr. Bei den Stromberatungen liegt die CO2-Einsparung bei rund 120 Kilogramm jährlich.

Über die erreichten Energieeinsparungen hinaus zeigte die Evaluation, dass die Energieberatung der Stadtwerke weitere wichtige Funktionen für die Beratenen erfüllt. So motiviert diese die Kunden etwa dazu, sich weiter mit dem Thema Energieeffizienz zu beschäftigten und weitere Effizienzpotenziale zu heben. Zudem können durch die Beratung Fehlinvestitionen vermieden werden. Entsprechend positiv bewerten die in der Evaluierung befragten Kunden die Energieberatung: 90 Prozent gaben an, mit der Energieberatung „sehr“ oder „eher zufrieden“ zu sein. 93 Prozent würden sie weiterempfehlen.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH sowie der imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH Hannover durchgeführt.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse finden Sie im Anhang sowie unter www.asew.de.



ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Fachverband, dem bundesweit über 270 kommunale Versorgungsunternehmen angehören. Die ASEW wurde 1989 als Arbeitsgemeinschaft im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit dem Ziel gegründet, eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für den Vertrieb, Kundenberatung, Seminare, Informationstage und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.


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