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ASEW zu europäischen Energie- und Klimazielen: 27 Prozent Erneuerbare sind zu wenig

(vom 23.01.2014)

Die Europäische Kommission  hat am 22. Januar 2014 ein verbindliches gesamteuropäisches Ziel zum Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030 vorgeschlagen. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW) sieht in den europäischen Energie- und Klimazielen bis 2030 allerdings noch Spielraum nach oben.

Die Europäische Kommission  hat am 22. Januar 2014 ein verbindliches gesamteuropäisches Ziel zum Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030 vorgeschlagen. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im VKU (ASEW) sieht in den europäischen Energie- und Klimazielen bis 2030 allerdings noch Spielraum nach oben.

„Wir befürworten natürlich den Vorschlag für ein verbindliches EU-weites Ausbauziel Erneuerbarer. Aber 27 Prozent bis 2030 sind aus unserer Sicht zu wenig“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Kommission der Empfehlung der Ausschüsse des Europäischen Parlaments folgt, die das ambitioniertere verpflichtende Ziel von 30 Prozent vorgeschlagen haben.“

Die Europäische Kommission hat als Kernstück die Reduzierung von Treibhausgasemissionen um 40 Prozent unter den Stand von 1990 gefordert. Dem bindenden EU-weiten Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien von 27 Prozent und neuen ehrgeizigeren Zielen für Energieeffizienzmaßnahmen gingen lange Diskussionen voraus. Die aktuelle Einigung war notwendig, um Impulse für weitere Investitionen in diesen Sektoren zu geben. Eine Aufteilung der EU-Vorgaben in nationale Ziele durch EU-Rechtsvorschriften ist nicht vorgesehen, damit die Mitgliedstaaten über Flexibilität verfügen und das Energiesystem nach nationalen Präferenzen und Gegebenheiten umbauen können. Die Frage nach einer Zielsetzung zu einer verbesserten Energieeffizienz soll im Rahmen der Überprüfung der Energieeffizienzrichtlinie geklärt werden. Nach dieser Überprüfung wird sich die Kommission damit befassen, ob die Richtlinie geändert werden muss. Ein weiterer bedeutender Vorschlag der Kommission ist die Reform des europäischen Emissionshandels, des ETS-Systems. Zu Beginn des neuen EU-EHS-Handelszeitraums im Jahr 2021 soll eine Marktstabilitätsreserve eingeführt werden.

Begleitet wird die Mitteilung über den Rahmen für die Politik bis 2030 von einem Bericht über Energiepreise und -kosten. Er bewertet die wichtigsten Preis- und Kostentreiber und vergleicht die Preise in der EU mit denen ihrer wichtigsten Handelspartner. Seit 2008 sind die Energiepreise in beinahe jedem Mitgliedstaat gestiegen – vor allem aufgrund von Steuern und Abgaben, aber auch wegen höherer Netzkosten. „Die EU räumt diesem Thema nun einen hohen Stellenwert ein. Das ist gut. Energie muss auch künftig für Haushalte und Unternehmen erschwinglich bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass die neu gesteckten Ziele und Maßnahmen möglichst kostengünstig erreicht werden“, so Daniela Wallikewitz.


ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Fachverband, dem bundesweit über 270 kommunale Versorgungsunternehmen angehören. Die ASEW wurde 1989 als Arbeitsgemeinschaft im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit dem Ziel gegründet, eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für den Vertrieb, Kundenberatung, Seminare, Informationstage und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.


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