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ASEW zur Ministereinigung bei EU-Energieeffizienzrichtlinie: Kompromissvorschlag entlastet Stadtwerke

(vom 23.02.2012)
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) begrüßt die heute erzielte Einigung von Bundewirtschafts- und -umweltministerium zur EU-Energieeffizienzrichtlinie. Der Kompromissvorschlag würde Energieunternehmen entlasten, die im derzeitigen Entwurf der EU noch dazu verpflichtet werden sollen, pro Jahr 1,5 Prozent ihres Energieabsatzvolumens einzusparen – ein Passus, der nun von den deutschen Ministern Rösler und Röttgen in Frage gestellt wurde.

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) begrüßt die heute erzielte Einigung von Bundewirtschafts- und -umweltministerium zur EU-Energieeffizienzrichtlinie. Der Kompromissvorschlag würde Energieunternehmen entlasten, die im derzeitigen Entwurf der EU noch dazu verpflichtet werden sollen, pro Jahr 1,5 Prozent ihres Energieabsatzvolumens einzusparen – ein Passus, der nun von den deutschen Ministern Rösler und Röttgen in Frage gestellt wurde.

Der Vorschlag von Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium sieht von einer einseitigen Verpflichtung der Energiebranche ab und lässt es jedem Mitgliedsstaat offen, wie dieser seine Werte bei der Energieeffizienz verbessert. „Auf diese Weise können im nationalen Recht weitere Akteure für eine Steigerung der Energieeffizienz an Bord geholt werden“, sagt ASEW-Geschäftsführerin Vera Litzka. „Und das ist aus unserer Sicht auch nötig – denn die von der EU geplante Einsparquote von 1,5 Prozent pro Jahr allein zu erreichen wäre für die Energieunternehmen viel zu ambitioniert."

Energieeffizienz gebe es eben nicht zum Nulltarif, so Vera Litzka weiter. Deshalb sei eine einseitige Verpflichtung der Energieunternehmen abzulehnen und stattdessen die Anstrengungen aller, die in diesem Bereich tätig sind, zu erhöhen. Nur so könne das von der Europäischen Union angestrebte Ziel, den Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent zu senken, erreicht werden. Bleibt es bei den bisher eingeleiteten Maßnahmen, wird sie dieses gerade einmal zur Hälfte realisieren. „Diese Lücke können die europäischen Energieverteiler und Energieeinzelhandelsunternehmen aber nicht allein schließen“, sagt Vera Litzka. Die Steigerung der Effizienz sei vielmehr eine Gemeinschaftsaufgabe.

Grundsätzlich befürwortet die ASEW den sparsamen Umgang mit Energie und arbeitet seit vielen Jahren mit den Stadtwerken daran, die Energieeffizienz bei den Endkunden zu verbessern – etwa durch die Bereitstellung von Beratungsunterlagen oder Vertriebskonzepten für besonders effiziente Mini-Blockheizkraftwerke. Zudem wirkt die ASEW auf europäischer Ebene mit, wenn es darum geht wirksame Energieeffizienz-Dienstleistungen zu entwickeln. So findet am Mittwoch, den 29. Februar 2012 die von der ASEW ausgerichtete deutsche Abschlussveranstaltung des EU-Projekts ChangeBest statt. Im Rahmen dieser Initiative gingen Experten aus Theorie und Praxis der Frage nach, wie sich neue Energieeffizienz-Dienstleistungen profitabel gestalten und vermarken lassen.


ASEW-Profil

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Fachverband, dem bundesweit über 270 kommunale Versorgungsunternehmen angehören. Die ASEW wurde 1989 als Arbeitsgemeinschaft im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit dem Ziel gegründet, eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für den Vertrieb, Kundenberatung, Seminare, Informationstage und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

 

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