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EU-Energieeffizienzrichtlinie tritt in Kraft: ASEW fordert Klarheit für Energiebranche

(vom 04.12.2012)

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung mahnt zum Inkrafttreten der EU-Energieeffizienzrichtlinie eine nationale Umsetzung mit Augenmaß an. Das Stadtwerke-Netzwerk fordert von der Bundesregierung, auch Maßnahmen wie neue Förderprogramme oder Steueranreize zu initiieren, um die Energiewirtschaft bei der Erreichung der Einsparziele zu unterstützen. 

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung mahnt zum Inkrafttreten der EU-Energieeffizienzrichtlinie eine nationale Umsetzung mit Augenmaß an. Das Stadtwerke-Netzwerk fordert von der Bundesregierung, auch Maßnahmen wie neue Förderprogramme oder Steueranreize zu initiieren, um die Energiewirtschaft bei der Erreichung der Einsparziele zu unterstützen.

Mit der neuen Richtlinie werden die Energieeinzelhandelsunternehmen und die Energieverteiler dazu verpflichtet, pro Jahr 1,5 Prozent ihres Energieabsatzvolumens einzusparen. „Dies wäre jedoch von den Energieunternehmen allein gar nicht zu schaffen“, so ASEW-Geschäftsführerin Vera Litzka. „Aus diesem Grund fordern wir, dass bei der Umsetzung in nationales Recht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, auch alternative strategische Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels zu ergreifen.“

Beispiele für alternative Maßnahmen sind bereits in der seit heute gültigen Fassung der neuen EU-Energieeffizienzrichtlinie gegeben. So können Mitgliedsstaaten unter anderem Finanzierungssysteme und -instrumente zur Nutzung energieeffizienter Technologien, Techniken oder Standards sowie Normen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Produkten, Dienstleistungen, Gebäuden oder Fahrzeugen schaffen – soweit diese nicht bereits in den Unionsstaaten vorgeschrieben sind.

ASEW-Chefin Vera Litzka: „Die deutschen Energieunternehmen wollen sich keineswegs vor ihrer Verantwortung drücken, ihren Teil zur Erreichung der Energieeffizienzziele beizutragen. Vielmehr arbeiten ja vor allem die lokalen Versorger bereits seit Jahren an einer Verbesserung der Effizienz bei ihren Kunden, etwa durch ihre gezielte Beratung. Aber: Die Unternehmen brauchen möglichst schnell Klarheit, wie groß der Anteil sein wird, den sie beitragen sollen. Deshalb sollte man sich in der Politik zügig darauf verständigen, wie das 1,5-Prozent-Ziel erreicht werden soll.“ Außerdem gelte es festzulegen, welche Maßnahme in welcher Höhe anrechenbar und einbezogen werden darf.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben nun bis Juli 2014 Zeit, die EU-Energieeffizienzrichtlinie in nationales Recht umzusetzen. Von 2014 an bis 2020 müssen dann mindestens jährliche Einsparungen in Höhe von 1,5 Prozent des jährlichen Energieabsatzes aller Energieunternehmen an Endkunden erzielt werden. Die Strategie wie die Einsparziele erreicht werden können, muss allerdings schon zwölf Monate nach Inkrafttreten der EU-Kommission vorgelegt werden.  


ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im VKU vereinigt mehr als 270 kommunale Energie- und Wasserversorgungsunternehmen. Ziel der ASEW ist die Förderung rationeller, sparsamer und umweltschonender Energie- und Wasserverwendung. Die ASEW-Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Bereich der Energieeffizienz, der erneuerbaren Energien, der Energiedienstleistungen sowie des sorgsamen Umgangs mit Wasser.


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