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KWKG 2016: Mieterstromkonzepte bleiben attraktiv

(vom 18.12.2015)

Bundestag und Bundesrat haben die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) verabschiedet. Das neue KWKG verdoppelt zwar die KWK-Förderung, die Zuschläge für nicht in das öffentliche Netz eingespeisten Strom werden jedoch gesenkt. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) rät Versorgern dennoch dazu, entsprechende Energiedienstleistungen weiter voranzutreiben.

Der Bundestag folgte zwar nicht der Empfehlung des Bundesrates zur Beibehaltung der Zuschläge für KWK-Strom, der nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird. Allerdings wird die Zahl der geförderten Vollbetriebsstunden im Leistungssegment bis 50 Kilowatt von 45.000 auf 60.000 erhöht. „Dies ist für Mieterstromkonzepte durchaus interessant“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Hier wäre zwar, wie ursprünglich vom Bundesrat angeregt, eine Gleichstellung von Contractoren mit dem Eigenverbrauch zu begrüßen, doch mit der expliziten Benennung und Berücksichtigung der Rolle von Contractoren geht das neue KWKG bereits in die richtige Richtung. Die Erhöhung der geförderten Betriebsstundenzahl wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit entsprechender Konzepte aus.“

Eine Übergangsbestimmung betrifft KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 100 Ki-lowatt, die noch bis Ende diesen Jahres verbindlich bestellt werden. Für diese gelten die KWK-Zuschläge nach KWKG in der Fassung vom 19. März 2002. Dabei wird die verbindliche Bestellung mit einer Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) gleichgestellt. Dies ist insofern von Bedeutung, als in der noch verbleibenden Zeit bis Jahresende eine entsprechende BImSchG-Genehmigung nicht mehr zu realisieren ist.

„Die Anpassungen des KWKG sind ein wichtiger Impuls, damit der KWK-Ausbau Fahrt aufnimmt“, sagt Sarah Scholz, Kunden- und Produktmanagerin bei der ASEW. „Vor allem Marktmodelle, die Strom nicht in öffentliche Netze einspeisen, sind aufgewertet worden. Bundestag und Bundesrat ha-ben insbesondere der wachsenden Bedeutung von Energiedienstleistern Rechnung getragen. Gerade Stadtwerke sind hier mit innovativen Modellen am Markt aktiv und können sich in ihrem Engagement bestätigt und gestärkt fühlen.“

Zur Unterstützung von Stadtwerken bei der Bearbeitung des Themas Mieterstrom hat die ASEW eine Projektgemeinschaft gegründet. Diese tagt erstmals im Januar 2016. Ziel ist es, eine unkompliziert implementierbare White-Label-Lösung zu erarbeiten, die an der Projektgemeinschaft beteiligten Ver-sorgern kostenlos zur Verfügung steht. Wir unterstützen darüber hinaus mit individuell zugeschnittenen Workshops, die bei der Implementierung eines entsprechenden Geschäftsmodells helfen.

Fragen beantworten wir gerne unter 0221.931819-28 oder scholz@asew.de.

 

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 270 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuer-bare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenver-wendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwi-ckelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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