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Smart Meter-Rollout: Grundlage für zukünftige Energiedienstleistungen

(vom 24.06.2016)

Der Bundestag hat gestern Abend das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet. Damit sind nun die Grundlagen für den Smart Meter-Rollout fixiert. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) begrüßt diese zentrale Weichenstellung grundsätzlich. Wichtig ist nun, auf dieser Basis tragfähige Geschäftskonzepte für die Zukunft zu entwickeln.

Die Energiewende ist unzweifelhaft eines der größten nationalen Projekte überhaupt. Mit der Digitalisierung tritt das Projekt Energiewende nun in eine neue Phase ein. „Die gesetzlichen Grundlagen sind gelegt, um Produktion, Transport und Verbrauch der Energie zukünftig enger zu verzahnen“, so Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. „Damit lassen sich auch Effizienzpotenziale heben. Auf kommunale Energieversorger kommen unzweifelhaft neue Herausforderungen zu. Doch liegen hier auch große Chancen. Die über intelligente Messsysteme gesammelten Kundendaten sind die Basis für Energiedienstleistungen der Zukunft, die sowohl den Energieversorgungsunternehmen als auch ihren Kunden Mehrwerte bringen.“

Kritisch sieht die ASEW nach wie vor den Übergang der Hoheit über die via Smart Meter erhobenen Daten von der Verteil- auf die Übertragungsnetzebene. „Nichts spricht dafür, dass dieser Übergang der Datenverantwortung einen zusätzlichen Gewinn bringt. Unsere Stadt- und Gemeindewerke sind in ihrer Rolle als grundzuständige Messstellenbetreiber stets verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Daten umgegangen. Größe allein ist kein Argument für eine effizientere Datenverwaltung. Diese Verschiebung ist umso bedeutender, da die Daten wichtige Grundlagen für zukünftige neue Dienstleistungen liefern, die den Stadt- und Gemeindewerken so entzogen werden. Auch die mögliche Ausdehnung des Rollouts auf Erzeugungsanlagen im Segment ab einem Kilowattpeak bringt aus meiner Sicht keinen wirklichen Mehrwert für Kunden. Mit diesen ‚Zentralisierungstendenzen‘ richtet sich die Bundesregierung gegen die dezentralen Grundlagen der Energiewende.“

Mit dem Smart Meter-Rollout liegt auch ein wichtiger Meilenstein für das künftige Strommarktdesign vor. Folgerichtig verabschiedete der Bundestag gestern ebenfalls das Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes. „Der Bund hat zwar den Strommarkt 2.0 auf den Weg gebracht. Allerdings hätten wir uns hier eine deutlich stärkere Hervorhebung der Rolle der immer wichtiger werdenden Speichersysteme gewünscht.“

 

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 270 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

 

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