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Staatssekretär Baake gibt den Startschuss für WindNODE, die nordostdeutsche Modellregion für intelligente Energie

(vom 07.12.2016)

Berlin / Köln – Staatssekretär Rainer Baake hat gestern in Berlin den Förderbescheid an den Vertreter des Verbundprojekts WindNODE übergeben. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit geht damit die nordostdeutsche Modellregion für intelligente Energie nun offiziell an den Start.

Rund 50 Verbundpartner werden insgesamt vier Jahre lang an gemeinsamen Lösungen arbeiten, um große Mengen erneuerbarer Energie möglichst effizient in die Stromnetze zu integrieren. WindNODE umfasst alle sechs ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin und steht unter der Schirmherrschaft der sechs Regierungschefs. Die Region ist schon heute der bundesweite Vorreiter für erneuerbare Energien – rund die Hälfte des Stromverbrauchs stammt hier bereits aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen. 

Neben dem Verbundkoordinator 50Hertz kümmern sich die Unternehmen Siemens und Stromnetz Berlin sowie die Wirtschaftsförderer Berlin Partner, Energy Saxony und ZukunftsAgentur Brandenburg um die strategische Lenkung von WindNODE. Beteiligt sind neben Energieversorgern, Netzbetreibern und High-Tech-Spezialisten auch Unternehmen des Automobilbaus, der Ver- und Entsorgung, der Wohnungswirtschaft und des Einzelhandels sowie mehrere Universitäten und Forschungsinstitute aus der Region. Die drei Unternehmensvertreter aus dem Lenkungskreis, Dr. Dirk Biermann (50Hertz Transmission GmbH), Dr. Frank Büchner (Siemens AG) und Dr. Erik Landeck (Stromnetz Berlin GmbH), betonen die Bedeutung des Verbundprojekts: „Niemand kann die Energiewende alleine zum Erfolg führen. WindNODE bietet eine hervorragende Plattform, um gemeinsam mit einer Vielzahl beteiligter Partner die neuen, intelligenten Lösungen für das Energiesystem der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.“ WindNODE wird den Projektauftakt am 26. Januar 2017 mit einem Konsortialtreffen in Berlin setzen. 

WindNODE ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, in großflächigen „Schaufensterregionen“ skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Im Zentrum stehen dabei die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte. Die gefundenen Lösungen sollen als Modell für eine breite Umsetzung dienen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die fünf Schaufenster mit insgesamt über 200 Millionen Euro. Zusammen mit den zusätzlichen Investitionen der Unternehmen werden über 500 Millionen Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. SINTEG ist damit ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. An den SINTEG-Schaufenstern sind über 200 Unternehmen und weitere Akteure, beispielsweise aus der Wissenschaft, beteiligt. 

Das Stadtwerke-Netzwerk ASEW übernimmt im Rahmen des Projektes die Integration der  Stadtwerke. „WindNODE funktioniert nicht ohne die Stadtwerke, die sich durch ihre Vernetzung in Städten und Kommunen als Treiber einer dezentralen Energiewende anbieten. Sie stehen deshalb als Multiplikatoren im Fokus dieses Vorhabens“, sagt Daniela Wallikewitz, Geschäftsführerin der ASEW. Hauptziel der ASEW innerhalb des Projekts WindNODE ist die Einbindung der deutschen Stadtwerke zur Nutzung deren Know-hows und die Umsetzung und Übertragung innovativer Geschäftsmodelle aus dem Projekt in die Geschäftsprozesse der kommunalen Versorger. So sollen mit den Stadtwerken neue Geschäftsfelder identifiziert und realisiert sowie eine noch stärkere Identifikation von Kundenbedürfnissen in der Energiewende in den Fokus gerückt werden. „Die Stadtwerke bieten sich hier als einzigartiger Ansprechpartner an, da sie den gesamten Markt mit dem Zugang zu privaten End-, Gewerbe- und Industriekunden am besten erreichen“, so Michael Kreusch, Leiter für die Forschungsprojekte bei der ASEW. „WindNODE erhält mit Hilfe der Stadtwerke bedarfsgerechte Impulse zur Projektausrichtung.“

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 270 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das ASEW-Portfolio umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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