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Wechsel beim Zertifizierer: ASEW-Strom energreen bekommt neues Label

(vom 03.08.2012)
Das Stadtwerke-Netzwerk ASEW beendet zum Ende des Jahres die Zusammenarbeit mit dem Ökostrom-Zertifizierer Grüner Strom Label e.V. (GSL) und wechselt mit dem Ökostromangebot energreen zu TÜV Nord, der ab Anfang 2013 die Zertifizierung übernimmt. Der Grund für den Wechsel: GSL hatte für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit eine Reihe neuer Bedingungen gestellt, die zu einer Benachteiligung einiger langjähriger energreen-Anbieter geführt hätten. energreen-Anbieter können nun energreen-TÜV im Angebot behalten oder zu günstigen Konditionen zu watergreen+, dem Premium-Ökostromprodukt der ASEW wechseln.

Das Stadtwerke-Netzwerk ASEW beendet zum Ende des Jahres die Zusammenarbeit mit dem Ökostrom-Zertifizierer Grüner Strom Label e.V. (GSL) und wechselt mit dem Ökostromangebot energreen zu TÜV Nord, der ab Anfang 2013 die Zertifizierung übernimmt. Der Grund für den Wechsel: GSL hatte für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit eine Reihe neuer Bedingungen gestellt, die zu einer Benachteiligung einiger langjähriger energreen-Anbieter geführt hätten. energreen-Anbieter können nun energreen-TÜV im Angebot behalten oder zu günstigen Konditionen zu watergreen+, dem Premium-Ökostromprodukt der ASEW wechseln.

Unter anderem hatte der GSL gefordert, physische Grünstromlieferungen auch bei einem Absatz unter einer Gigawattstunde pro Jahr nachzuweisen. Bisher galt diese Regelung nur für Anbieter die jährlich mehr als eine Gigawattstunde energreen-Strom verkauften. „Aus ASEW-Sicht ist diese Änderung nicht nachvollziehbar, denn dadurch werden kleinere Anbieter wirtschaftlich benachteiligt“, so ASEW-Chefin Vera Litzka. Zudem sei fraglich, ob man für sehr kleine Absatzmengen einen Direktliefervertrag für grünen Strom erhalten könne. Folge: energreen wäre für kleinere Anbieter unattraktiv geworden.

Weiteren Anlass zur Diskussion gab die Forderung des GSL, den derzeit geltenden Aufschlag von vier Cent pro Kilowattstunde für energreen-Strom auf nur noch einen Cent abzusenken. Mit dem größten Teil dieses Aufpreises (3,2 Cent) unterstützen die energreen-Bezieher den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort. Über 600 Anlagen konnten so bislang realisiert werden. „Viele Anbieter von energreen-Strom waren gegen die Absenkung der Zulage – auch, um ihre begonnenen Projekte zum Ausbau regenerativer Energien nicht zu gefährden“, sagt Vera Litzka. „Eine Absenkung kommt daher für uns nicht in Frage, da alle 64 Anbieter gleichzeitig hätten umgestellt werden müssen.“

Bereits seit 1999 hat die ASEW energreen in ihrem Portfolio und bietet das Ökostromprodukt Stadtwerken an, die dieses dann an ihre Endkunden weitervertreiben können. Von Anfang an mit dabei: die Stadtwerke Bielefeld, die – als letzte Forderung des Zertifizierers GSL – energreen künftig nicht mehr vertreiben dürften. Der Grund: Eine auslaufende Atomkraftwerk-Beteiligung der Stadtwerke aus Bielefeld. Die ASEW sei jedoch für alle Mitglieder da – und könne daher einen Ausschluss  eines langjährigen Mitgliedsunternehmens nicht akzeptieren, so Vera Litzka.

Mit dem Wechsel zu TÜV Nord zum 01. Januar 2013 hat die ASEW nun eine adäquate Anschluss-Zertifizierung sichern können. Das Label erfreut sich einer sehr hohen Glaubwürdigkeit, wie eine bereits im Jahr 2007 durchgeführte Befragung unter energreen-Kunden ergab. Gleichzeitig unterbreitete die ASEW ihren energreen-Anbietern eine weitere attraktive Alternative. So können Stadtwerke mit energreen im Angebot auch auf das Anfang 2012 gestartete Ökostromprodukt watergreen+ („watergreen plus“) umsteigen – zu besonders günstigen Konditionen. „Damit bieten wir allen Stadtwerken die Möglichkeit, ein besonders hochwertiges Ökostromprodukt ins Programm zu nehmen“, sagt Vera Litzka. Denn watergreen+ ist mit dem ok-power-Label ausgestattet, das verlangt, dass ein Drittel des für watergreen+ erzeugten Stroms aus neuen Anlagen stammen muss, die nicht älter sind als sechs Jahre und ein weiteres Drittel aus Anlagen, die nicht älter sind als zwölf Jahre. Mit diesem Neuanlagenkriterium regt watergreen+ zum Bau weiterer Anlagen an und fördert damit indirekt den Ausbau der Kapazitäten erneuerbarer Energien.

Weitere Informationen zu watergreen+ unter: www.watergreen.de
Weitere Informationen zu energreen unter: www.energreen.de

 

ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Fachverband, dem bundesweit über 270 kommunale Versorgungsunternehmen angehören. Die ASEW wurde 1989 als Arbeitsgemeinschaft im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit dem Ziel gegründet, eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für den Vertrieb, Kundenberatung, Seminare, Informationstage und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.


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Tel.: 0221 / 93 18 19-21
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