Dezentrale Versorgung

Dezentrale Versorgung 

Allen Unkenrufen zum Trotz: Die deutsche Energiewende bleibt ein ausgemachtes Erfolgsmodell. Im Jahre ihrer Volljährigkeit stammt mehr als ein Drittel der deutschen Bruttostromproduktion aus erneuerbaren Quellen. Wind und Sonne sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit tragende Säulen der regionalen Energieversorgung geworden. Und die zugrundliegende Idee ist ja tatsächlich auch bestechend: Energie nicht mehr aus dem Verbrennen endlicher Rohstoffe zu gewinnen und den Stromtransport über weite Strecke möglichst zu vermeiden.

Regional und lokal sind Trumpf

Die dezentrale Stromerzeugung hat einen gewaltigen Vorteil: Verluste, die beim Transport sowie beim hierfür nötigen Transformieren, treten schlicht nicht ein. Je kürzer der Weg vom Erzeuger zum Verbraucher, desto besser ist dies in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Allein 2015 gingen bei diesen Prozessen in Deutschland rund 26 Terawattstunden Energie „verloren“ – eine Strommenge, die ungefähr dem zweier Großstädte wie Berlin entspricht!

Die Zeichen stehen auf Sturm – für zentrale Kraftwerke!

Die Entwicklung an den Strombörsen spiegelt dies durchaus wider. Denn während die zentralen Großkraftwerke immer weniger wirtschaftlich betrieben werden können – sie sind in ihrem Fahrplan schlicht zu unflexibel – punkten hier dezentrale Lösungen. Zugleich begünstigen die Börsenpreise auch einen weiteren Trend: Während in der ersten Phase der Energiewende das reine Einspeisen der produzierten Strommengen in die öffentlichen Netze die beste Wahl war, ist dies nunmehr der Eigenverbrauch vor Ort. Gerade in Kombination mit Speichersystemen lassen sich hierbei recht hohe Autarkiegrade von über 70 Prozent erreichen.

Ansprechpartner Samy Gasmi

Dipl. rer. nat. Samy Gasmi
Leiter Geschäftsfeldentwicklung
Energieeffizienzsysteme
Telefon: 0221 / 931819 -13

Hochgradig effizient: Kraft-Wärme-Kopplung

Dezentrale Lösungen punkten noch in einem anderen Bereich: In Form von Kraft-Wärme-Kopplung etwa aus wasserstoffgespeisten Brennstoffzellen liegt eine hocheffiziente Technologie vor, die neben dem Strom- zugleich auch den Wärmebedarf bereitstellt.

Eigenverbrauch: Attraktiv durch steuerliche Begünstigung

Ein weiterer Faktor ist die deutliche Förderung dezentraler Lösungen. Gerade in Konzeption als Eigenverbrauchsanlage entfallen die netzseitigen Umlagen, die Netzentgelte sowie die Stromsteuer – und ein Großteil der EEG-Umlage. Das macht immerhin einige Cent aus – pro produzierter Kilowattstunde. Die Einsparungen summieren sich dabei auf einen erklecklichen Eurobetrag.