Energieeffizienz

Energieeffizienz 

Die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz ist eine der Säulen der Energiewende. Denn letztlich gilt immer: Der günstigste Strom ist der, der nicht verbraucht wurde. Folgerichtig haben sich die EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, den Primärenergieverbrauch bis 2020 um ein Fünftel, bis 2030 um mindestens 27 Prozent zu verringern.

Bewusstsein verändern

Eine wichtige Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen, ist es, das Bewusstsein für Energieflüsse und Stromverbraucher zu erhöhen. Gerade die Orte, wo viel Strom verbraucht wird, sind hierfür prädestinierte Partner. Und Strom verbraucht in höheren Mengen wird besonders im Gewerbe. Deshalb verpflichten sowohl die EU-Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU (EED), als auch das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) die Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen sind (Nicht-KMU), zu alle vier Jahre zu wiederholenden Energieaudits nach DIN EN 16247-1.

Einsparpotenziale verdeutlichen

Energieaudits ermitteln einen Ist-Zustand, wo im Unternehmen wieviel Energie verbraucht wird. Dadurch wird zugleich auch erkennbar, wo genau größere Einsparpotenziale möglich sind. Der obligatorische Abschlussbericht jedes Energieaudits enthält denn auch einen Katalog empfohlener Maßnahmen, um die Energieeffizienz zu steigern.

Ansprechpartnerin Janike Klement

Dipl.-Kffr. Janike Klement
Projektmanagerin Geschäftsfeldentwicklung
Energiemanagement
Telefon: 0221 / 931819 -12

Stichprobenprüfung

Jeder Mitgliedsstaat der EU muss sicherstellen, dass diese Verpflichtung der Nicht-KMU ernstgenommen wird – und muss das Verfahren selbst überprüfen. In Deutschland zeichnet hierfür das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verantwortlich. Das BAFA prüft stichprobenartig die durchgeführten Energieaudits und führt Listen qualifizierter Energieauditoren.

Mehr als Pflicht ist besser

Energieaudits stellen indes lediglich eine Momentaufnahme dar – weshalb die periodische erneute Durchführung Sinn macht. Ein kontinuierlicher Überblick über die Energieflüsse im Unternehmen ist gerade in größeren Betrieben mit mehreren Standorten jedoch vorzuziehen. Die höheren Kosten eines entsprechenden Systems gegenüber dem Energieaudit rechnen sich letztlich über die Möglichkeit der Ausschöpfung kontinuierlich laufender Verbesserungen der Energieeffizienz – die ständige Visualisierung und Erhebung von Energiedaten macht auch kurzfristige Eingriffe in Lastkurven und Verbrauchsverhalten möglich.

Energiemanagement gemäß ISO 50001

Dies alles gewährleisten Energiemanagementsysteme. Die Implementierung eines solchen gibt im Betrieb nicht nur eine Momentaufnahme zum Energieverbrauch, sondern liefert einen kontinuierlich fließenden Fluss an Informationen zum Energieverbrauch auch einzelner Standorte, Produktionseinheiten oder sogar einzelner Maschinen. Der Vorteil: Nötige Reparaturen etwa, bis zu deren Abschluss ein höherer Energieverbrauch anfällt, können deutlich zügiger in Auftrag gegeben werden.