Photovoltaik

Photovoltaik

Der Markt für Photovoltaik hat sich in den letzten zwei Jahren erholt und erlebt nach Jahren des Niedergangs eine leichte Zunahme der Nachfrage. Insbesondere im Bereich der Kleinanlagen unter 10 kWp ist ein Marktwachstum festzustellen. Hierfür verantwortlich sind gesunkene Preise bei Modulen, Wechselrichtern und Speichern, so dass trotz gesunkener EEG-Förderung mittlerweile wieder wirtschaftliche Anlagen auch im kleinen Segment üblich sind. Aufgrund des allgemein niedrigen Zinsniveaus gibt es derzeit kaum eine bessere Geldanlage als die Investition in eine Solaranlage. Zugleich macht man sich durch eine Solaranlage zukünftig unabhängiger von möglichen Strompreissteigerungen. Eigenverbrauchsquoten von rund 30 Prozent des mit der Solaranlage produzierten Stroms sind ohne Speicher möglich, mit Speicher kann der Wert sogar auf 50 bis 70 Prozent erhöht werden.

Während die Nachfrage nach Heimspeichern stetig zunimmt, nimmt die Bedeutung der staatlichen Förderung von Solarstromspeichern ab. Jede zweite Anlage kleiner als 30 kWp Leistung wurde 2017 in Kombination mit einem Speicher errichtet. War anfangs noch etwa jeder zweite Speicher gefördert, so ist es mittlerweile nur noch jeder fünfte. Ende 2018 läuft die KfW-Förderung aus, eine Fortführung ist unwahrscheinlich.

Stadtwerke spielen im Zuge der Energiewende beim Ausbau dezentraler Energien eine immer stärkere Rolle. Hauseigentümer, die nicht selbst in eine eigene Photovoltaikanlage investieren und trotzdem selbsterzeugten Strom zur Eigenversorgung nutzen möchten, können sich vielerorts von ihrem lokalen Energieversorger ein Pachtangebot unterbreiten lassen.

Ansprechpartner Samy Gasmi

Dipl. rer. nat. Samy Gasmi
Leiter Geschäftsfeldentwicklung
Energieeffizienzsysteme
Telefon: 0221 / 931819 -13

Das Stadtwerk ist hierbei Eigentümer der PV-Anlage und der Kunde als Pächter der Anlage der Anlagenbetreiber. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW hat ergeben, dass preislich attraktive Pachtangebote einer kreditfinanzierten Anlage überlegen sein können. Und auch mit dem Kauf einer PV-Anlage können sich diese Pachtangebote messen lassen. Es kommt somit also zu einer win-win-Situation für den Kunden (Pächter) und das Stadtwerk (Verpächter). Im Pachtmodell können solarinteressierte Kunden oft von umfassenden Dienstleistungspaketen profitieren und bekommen eine Rundum-Sorglos-Lösung aus einer Hand geboten.

Foto: Photovoltaik auf dem Dach

Aufgrund der fortschreitenden technologischen Entwicklung können mittlerweile nicht nur südausgerichtete Dächer für Solaranlagen interessant sein, sondern alle Dächer. Eine zunehmende Nachfrage ist insbesondere im Kleinanlagensegment zu erwarten. Wie stark diese ausfällt, wird auch von der weitere Preisentwicklung bei Modulen und insbesondere Speichern abhängen. Während man bei Modulen von einem stetigen, moderaten Preisrückgang ausgehen kann, ist die Abschätzung bei Speichern schwieriger. Hier stehen sich zwei Tendenzen gegenüber: Einerseits werden weltweit Produktionskapazitäten aufgebaut, was eine Preisreduktion herbeiführen sollte. Andererseits steigt mit dem Einzug der E-Mobilität die Nachfrage nach Speichern rasant. Lieferengpässe und Zellknappheit könnten hieraus resultieren und somit weniger stark sinkende Preise.

So oder so lässt sich festhalten, dass Photovoltaik-Anlagen bereits heute eine umweltfreundliche und wirtschaftlich interessante Lösung darstellen und dass das Warten auf günstigere Konditionen und das Verschieben einer Kaufentscheidung nicht unbedingt belohnt werden.