Die europäische Strombörse EEX hat am 1. Juli die erste Versteigerung im Rahmen des deutschen nationalen Emissionshandels durchgeführt.
Dabei wurden rund 21,3 Millionen nEHS-Zertifikate (nEZ) zu einem Festpreis von 65 Euro je nEZ versteigert. Der Erlös betrug 1,39 Milliarden Euro. Von der Gesamtangebotsmenge von rund 291,7 Millionen nEZ verbleiben damit noch rund 170,7 Millionen Zertifikate.
Insgesamt nahmen an der Auktion 101 Bieter teil, 99 erhielten einen Zuschlag. Die Cover Ratio betrug 27,34, bezogen auf die tatsächlich zugeteilte Menge 13,67.
Das heißt: Auf 1 tatsächlich zugeteiltes nEZ kamen Gebote für rund 13,67 nEZ. Die Nachfrage war also fast 13,7-mal so hoch wie die tatsächlich versteigerte Menge. Sprich nur rund 7,3 % der nachgefragten Menge konnten tatsächlich zugeteilt werden. Die Auktion war damit stark überzeichnet.
Das lag wohl auch daran, dass sich viele Käufer möglichst früh eindeckten, um die spätere Beschaffungsrunde mit höheren Preisen so weitgehend wie möglich zu vermeiden. Denn gemäß dem Auktionsdesign kann bereits der allgemeine Bedarf an nEZ durch die Versteigerungsmenge nicht gedeckt werden.
Zusammen mit der nachfolgenden Kaufphase, wo nEZ dann mit zwischen 68 und 70 Euro je Tonne CO2 berechnet werden, liegt der durchschnittliche CO2-Preis bei 66 bis 67 Euro je Tonne, was einem Aufschlag von 1,2 Cent je Kilowattstunde Erdgas entspräche.