Strompreis: Deutschland führt G20 an

vom 03.09.2026

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Deutschland hat innerhalb der G20, der führenden Industrie- und Schwellenländer, die höchsten Strompreise. Wie eine Preisanalyse von Verivox zeigt, führt Deutschland mit 35,6 Cent je Kilowattstunde. Verivox stützt sich auf Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices.

Mit mehr als einem Cent Abstand folgt Italien (34,5 Cent), mit gut drei Cent Großbritannien (32,4 Cent). Der Durchschnitt der G20-Staaten liegt laut Verivox bei rund 16,3 Cent.

In Deutschland sei der Strom im Vergleich der G20-Staaten also mehr als doppelt so teuer. Der Abstand zu anderen global führenden Volkswirtschaften sei erheblich: In Frankreich koste eine Kilowattstunde 23,3 Cent und in den USA 18,3 Cent.

Ein wesentlicher Grund für den Abstand ist die Steuer- und Abgabenlast. Laut Verivox-Daten entfallen aktuell über 60 Prozent des Strompreises in Deutschland auf Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte.

Auch deshalb forderten nun die ostdeutschen Ministerpräsidenten niedrigere Strompreise. So ist etwa der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke überzeugt: „Die Strompreise sind weiter zu hoch und müssen endlich sinken“. Dabei bleibe, so der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Klimaschutz wichtig. Dabei  müssten aber auch die Kosten für den Umbau der Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit im Blick behalten werden.

Erneuerbare Energien müssten laut dem brandenburgischen Regierungschef stärker dort verbraucht werden, wo sie erzeugt werden. Dazu brauche es mehr Netz- und Speicherinfrastruktur. Sein sachsen-anhaltinischer Amtskollege Sven Schulze sekundiert. Es sei niemandem geholfen, wenn Strom wegen fehlender Netzkapazitäten nicht eingespeist werden könne. „Gewinner der Energiewende ist für mich nicht automatisch derjenige, der besonders viel erneuerbare Energie produziert“. Entscheidend sei, ob daraus auch neue Industrie, Innovationen und gute Arbeitsplätze entstünden.

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten äußerten sich mit Blick auf das Ostdeutsche Energieforum. Es steht unter dem Titel „Sicherheit in unsicheren Zeiten“ und findet am 30. September und 1. Oktober in Leipzig statt.

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