Presseinformation: EmpCo-konforme Ökostrom-Vermarktung: ASEW-Zertifizierungen schaffen Rechtssicherheit und Vertrauen

vom 23.09.2026

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Köln – Mit dem Inkrafttreten des Umsetzungsgesetzes der Empowering Consumers Richtlinie (EmpCo) am 27. September 2026 stehen Energieversorger vor neuen Anforderungen bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Dadurch gewinnen externe, verlässliche Nachhaltigkeitssiegel erheblich an Bedeutung. Das Stadtwerke-Netzwerk ASEW unterstützt seine Mitgliedsunternehmen deshalb mit etablierten Ökostromprodukt-Zertifizierungen.

Die neue Gesetzgebung verfolgt das Ziel, Greenwashing einzudämmen, um Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Transparenz zu bieten und den fairen Wettbewerb zu schützen. Die Regelungen beziehen sich oftmals auf Produkt-/Dienstleistungs-, Marken- sowie Firmen-/Konzernebene. Künftig werden unter anderem allgemeine Umweltaussagen, Treibhausgaskompensationen, ökologische Zielsetzungen sowie unzureichend unabhängige Nachhaltigkeitssiegel deutlich stärker reguliert. Unternehmen müssen Umweltclaims spezifisch und nachvollziehbar tätigen und sollten ihre Aussagen durch belastbare Nachweise absichern.

„Vor diesem Hintergrund gewinnen fundierte Zertifizierungen für Ökostromprodukte weiter an Bedeutung“, ordnet Kara Hoffmann, Teamleiterin Ökoenergie-Produkte bei der ASEW, die Neuregelungen ein. „Die von der ASEW angebotenen Sammelzertifizierungen greifen auf unabhängige Prüfverfahren zurück und ermöglichen Stadtwerken eine rechtssichere und zugleich wirtschaftliche Umsetzung. Die ASEW dient im gesamten Prozess, auch in der Beschaffung, Verwaltung und Entwertung der erforderlichen Herkunftsnachweise, als praktisch erfahrener und gut erreichbarer Sparringspartner. Durch die Bündelung von Zertifizierungen vieler Stadtwerke kann die ASEW zudem von ihrem Netzwerk effizient Gebrauch machen und einen guten Preis anbieten.“

Die Zertifizierung nach dem Standard TÜV-Verband 1304 erfolgt durch den TÜV NORD und kann zusätzlich produktspezifische Sonderkriterien wie Regionalität oder Förderbeiträge für den Ausbau erneuerbarer Energien berücksichtigen. Das ok-power-Label richtet sich an Stromprodukte mit besonders hohen Anforderungen und fordert unter anderem einen signifikanten Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen in Form eines Neuanlagen-Anteils der Herkunftsnachweise. In beiden Fällen genießen Siegel und Zertifizierer einen hohen Bekanntheitsgrad im Markt.

„Gerade bei Ökostromprodukten bietet eine anerkannte Zertifizierung einen entscheidenden Mehrwert“, sagt Patrick Niehaves, Senior Projektmanager Umweltaussagen & Kompensation bei der ASEW. „Da die meisten Energieversorger Ökostrom anbieten, ergibt sich hier die Chance zur Differenzierung. Außerdem beobachten wir ein branchenweit eher geringes Vertrauen in Energieversorger, das durch glaubwürdige Validierungen wieder gestärkt werden kann. Nicht zuletzt hilft eine Zertifizierung samt Audit auch intern dabei Prozesse zu verstehen und Besserungsbedarfe zu identifizieren.“

Die ASEW empfiehlt Energieversorgern daher, ihre Nachhaltigkeitskommunikation auf Aktualität, Detailgrad und mögliche Missverständnisse zu überprüfen und Zertifikate und sonstige Belege aktuell und leicht zugänglich zu halten. Gesetzlich anerkannte und unabhängige Nachhaltigkeitssiegel bleiben auch unter den neuen Rahmenbedingungen ein wichtiger Baustein glaubwürdiger Umweltkommunikation. Sie ermöglichen es Stadtwerken, die Umweltqualität ihrer Produkte nachvollziehbar nachzuweisen und gleichzeitig den gestiegenen Anforderungen der EmpCo-Gesetzgebung gerecht zu werden.

Weitere Details zu den ASEW-Angeboten rund um Ökoenergien gibt es auf der ASEW-Webseite


ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit über 390 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

Markus Edlinger
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