Künstliche Intelligenz oder kurz KI ist das Ding aktuell schlechthin. Auch Stadtwerke setzen bereits auf entsprechende Anwendungen. Und diese erzielen messbare wirtschaftliche Effekte. Darauf verweist die Studie „KI unter Strom – Wie die Energiewirtschaft KI-Erfolge skaliert“ der Unternehmensberatung „Strategy&“ im Auftrag des BDEW.
So berichten rund die Hälfte der untersuchten Unternehmen von konkreten finanziellen Vorteilen. Die übrigen Unternehmen sehen vor allem qualitative Verbesserungen, etwa eine höhere Mitarbeitermotivation oder kürzere Bearbeitungszeiten.
Die Untersuchung basiert auf 26 Tiefeninterviews mit Entscheidungsträgern aus der Energiewirtschaft, die zwischen Mai und August 2026 geführt wurden. Ergänzend werteten die Autoren Praxisbeispiele und externe Forschung aus.
Laut der Studie können Unternehmen erste KI-Anwendungen bereits mit Investitionen von rund 50.000 Euro umsetzen. Solche Projekte betreffen beispielsweise lernende Thermostate oder die automatisierte Dokumentenverarbeitung.
Teilweise amortisieren sich die Investitionen innerhalb von sechs Monaten.
Für komplexere Anwendungen, etwa die Optimierung des Energiehandels oder die Netzoptimierung auf Übertragungsnetzebene, können dagegen Investitionen von einer Million Euro und mehr erforderlich sein. Kosten entstehen dabei insbesondere durch die Integration in bestehende IT-Systeme, die Aufbereitung der Daten und die Anpassung betrieblicher Abläufe.
