
Die Stadtwerke Tübingen bauen ihr Engagement im Bereich Photovoltaik deutlich aus. Drei neue Solarparks erzeugen ab sofort Energie für die Stadtwerke. Pro Jahr wächst damit die erzeugte PV-Strommenge um rund 14 Millionen Kilowattstunden. Zwei der neuen Stadtwerke-Solarparks liegen in Bayern, einer in Brandenburg. Insgesamt leisten die drei Kollektorflächen fast 13,3 Megawattpeak.
Der Zukauf steigert den Anteil regenerativer Erzeugung: 56 Prozent des gesamten Tübinger Strombedarfs decken die Stadtwerke so mittlerweile aus eigener Ökostrom-Erzeugung. Insgesamt erzeugen die Stadtwerke 223,5 Millionen Kilowattstunden regenerativer Energie pro Jahr.
Stadtwerke-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke zufolge füge sich der Kauf in die Gesamtstrategie der Stadtwerke nahtlos ein: „Mit dem Kauf […] zeigen […] [wir] Investitionsstärke und – fast noch wichtiger – dass wir auch in wirtschaftlich schwierigen Pandemie-Zeiten unseren Ausbaupfad fortsetzen“.
Eine Besonderheit kommt hinzu: Einer der drei neuen Solarparks ist von Beginn an unabhängig von der EEG-Förderung. Der Strom wird über ein Power Purchase Agreement (PPA) direkt vermarktet. Das ist möglich, weil die Gesamtkosten für die Produktion von Solarstrom deutlich unter den Kosten für Braunkohle-, Steinkohle- und Erdgaskraftwerken liegen. Die Stadtwerke streben perspektivisch zudem eine Direktvermarktung des erzeugten PV-Stroms an die eigenen Stromkunden an.