
Die Mainzer Stadtwerke erweitern den Shuttle-Service MainzRIDER: Das Angebot des im September gestarteten Projekts ist dann auch in drei weiteren Stadtteilen am Start. Die MainzRIDER werden dann Fahrgäste unter anderem auch auf den Lerchenberg sowie zur Uniklinik fahren.
Das Angebot wird durch eine Kooperation der Mainzer Mobilität mit dem Mobilitätstechnologieanbieter ViaVan möglich und besteht aus zehn Elektrofahrzeugen, die auf Bestellung Fahrgäste zwischen mehr als 1.000 virtuellen und tatsächlichen ÖPNV-Haltestellen befördern. Die Stadtwerke erhalten dafür Fördergelder des Bundesverkehrsministeriums.
Kernstück des Systems sind acht Nissan e-NV 200 sowie zwei behindertengerechte LEVC-Fahrzeuge. Aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen befördert jeder der MainzRIDER aktuell allerdings maximal drei Personen gleichzeitig. Das Angebot funktioniert ausschließlich mit einer kostenlosen App. Fahrgäste können über diese App nach vorheriger Anmeldung Fahrten für bestimmte Strecken buchen.
Der MainzRIDER ist für die Mainzer Mobilität ein Pilotprojekt. Es war ursprünglich bis Ende 2020 begrenzt, nach dem Corona-bedingt späteren Start des Shuttle-Services zum 1. September 2020 werden die MainzRIDER jetzt aber voraussichtlich bis Ende 2021 fahren. Bisher wird der Shuttle-Service laut Stadtwerken trotz der Corona-Beschränkungen und der damit einhergehenden geringeren Mobilität gerade im Spät- und Nachtverkehr zwar recht gut angenommen. Bis Mitte Dezember wurden mehr als 2.700 Fahrten von rund 2.100 Kunden durchgeführt. Für eine detaillierte Bewertung sind aber mehr Fahrten notwendig. MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof zufolge habe man deshalb beschlossen, kurzfristig das Bedienungsgebiet der Fahrzeuge zu erweitern.