Corona bricht Lanze für Digitalisierung

vom 12.05.2021

Die Corona-Pandemie, spziell der sogenannte Lockdown, haben den Blick auf die Digitalisierung erheblich verändert. Darauf verweist der Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Wie aus einer Umfrage des Verbandes hervorgeht, zweifeln ein Jahr nach dem ersten Lockdown nur noch 12 Prozent aller Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten am wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung. Zu Beginn der Pandemie waren das noch 27 Prozent, vor zwei Jahren sogar noch knapp ein Drittel (34 Prozent).

Zugleich sind fast zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) davon überzeugt, dass digitale Technologien ihnen dabei hilft, die Pandemie zu bewältigen. Besonders erfreulich: In fast allen Unternehmen (95 Prozent) hat durch Corona die Digitalisierung von Geschäftsprozessen an Bedeutung gewonnen.

Für die Bitkom-Umfrage wurden mehr als 500 Unternehmen aller Branchen befragt. Laut dem Bitkom-Präsidenten Achim Berg habe Corona „zu einem Digitalisierungsschub in den Köpfen geführt“. Jetzt komme es darauf an, die Digitalisierung auch in der Praxis voranzutreiben. „Wer sich digital aufstellt kann nicht nur Krisenzeiten besser überstehen, sondern wird davon auch in einer Nach-Lockdown-Zeit profitieren.“

Weniger positiv ist indes, dass sich durch die Pandemie in der deutschen Wirtschaft ein „Digitalisierungsgraben“ auftut. So hat zwar in rund der Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen die Pandemie bzw. der dadurch verursachte Lockdown längst überfällige Digitalisierungsvorhaben angeschoben, in der anderen Hälfte (52 Prozent) wurden dagegen Digitalisierungsprojekte wegen Corona auf Eis gelegt. Parallel sieht sich die eine Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) bei der Digitalisierung von Geschäfts- und Verwaltungsprozessen als Vorreiter, die andere (50 Prozent) aber als Nachzügler. 

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