KI für Klimaschutz nutzbar machen

vom 28.06.2021

Das Wortpaar Künstliche Intelligenz weckt bei einigen Menschen Furcht. Weitaus öfter weckt es jedoch Sehnsüchte: Nämlich die nach einem besseren, einfacheren, unkomplizierteren Leben. Und in der Tat könnte der Einsatz von KI an vielen Stellen die Arbeit vereinfachen, da diese optimal abgewickelt würde. Das erhoffen viele auch im Bereich des Klimaschutzes.

Das Bundesumweltministerium will diese Hoffnungen rasch in konkrete Anwendungen ummünzen. Deshalb hat das Ministerium die Mittel für KI-Projekte im Umwelt- und Klimaschutz aufgestockt. Im Rahmen der KI-Strategie der Bundesregierung stellt das Haus bis 2025 150 Millionen Euro bereit, die schwerpunktmäßig in fünf Bereichen ausgegeben werden sollen. Einer davon: Klimaschutz- und Energiewendeprojekte. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze begründet die Aufstockung mit dem bislang noch nicht annähernd ausgeschöpften Potenzial für KI-Anwendungen im Bereich Klimaschutz: „Mit KI können wir, einfach gesagt, große Datenmengen analysieren und so Muster, Trends und Fehler erkennen und vorhersagen. Was abstrakt klingen mag, nützt der Umwelt auf ganz konkrete Weise: bei der Umstellung unserer Energieversorgung auf Sonnen- und Windkraft zum Beispiel. Oder der besseren Vorhersage von Umweltkatastrophen. Gleichzeitig darf eine Technologieentwicklung nie zum Selbstzweck werden, sie muss sich vielmehr am Gemeinwohl ausrichten. Dies wollen wir durch unsere Förderpolitik sicherstellen.“

Das Bundesumweltministerium definiert hierfür in einem Fünf-Punkte-Programm die Maßnahmenschwerpunkte seiner KI-Initiativen für die Jahre 2021 bis 2025. Neben einer Unterstützung nachhaltiger KI-Anwendungen und Geschäftsmodelle, die den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft vorantreiben – insbesondere im mittelständischen Bereich – soll die gesellschaftliche Technikgestaltung gestärkt und der Zugang zu öffentlich relevanten Umweltdaten erleichtert werden. Gezielt gefördert werden sollen zudem solche KI-Anwendungen, die zur Vermeidung oder Verminderung von Treibhausgasemissionen beitragen oder ihre direkten Umweltwirkungen möglichst geringhalten.

Seit 2020 finanziert das Bundesumweltministerium nach eigenen Angaben KI-Leuchtturm-Projekte für den Umwelt- und Klimaschutz. Im Rahmen der ersten Förderrunde wurden insgesamt rund 300 Ideen eingereicht und 28 Projekte mit rund 28 Millionen Euro gefördert.

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