Wirtschaftsminister Altmaier will mehr PV-Anreize

vom 15.07.2021

Kürzlich erst hat das Bundeswirtschaftsministerium, wie von Kritikern schon länger gefordert, seine Stromverbrauchsprognose für das Jahr 2030 angehoben. Damit einher geht unweigerlich auch ein stärker Bedarf der Deckung dieses Bedarfes durch erneuerbare Energien. Ein Schlüssel hierfür sind Anreize für die Einrüstung von PV-Anlagen auf möglichst vielen Hausdächern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die Investition in entsprechende Anlagen nun über Zuschüsse stimulieren.

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 65 Prozent am Stromverbrauch wachsen. Damit müssen deutlich mehr als die aktuell noch vorgesehenen 100 Gigawatt Solarenergie installiert werden. Wie der Bundeswirtschaftsminister bei der Vorstellung der neuen Strombedarfsprognose sagte, müsse der Solarausbau enger mit der energetischen Sanierung verzahnt werden. Eine formelle Solarpflicht sieht der Minister zwar eher skeptisch, denn nicht jeder private Eigentümer verfüge über ausreichend Kapital für eine PV-Anlage. Seiner Meinung nach wäre eine Möglichkeit, um einen positiven Stimulus zu setzen, bei Neubau oder Sanierungen Zuschüsse auch für den Bau einer Solaranlag zu geben, wie das derzeit bereits bei Heizungssanierungen erfolge. Ob als Ausgleich die Einspeisevergütung entfallen soll, ließ der Minister offen.

Wirkt eine Solarpflicht positiv oder nicht?