Die G20-Staatenfassen teilweise sehr ambitionierte Pläne für den Umbau der Energieversorgung oder für aktiven Klimaschutz. Faktisch subventionieren Sie aber massiv fossile Energieträger. Darauf verweist ein Bericht aus dem Hause Bloomberg.
Allein im Zeitraum zwischen 2015 und 2020 leisteten die G20-Staaten fast 2,8 Billionen Euro an direkter und indirekter Unterstützung für die klassischen fossilen Energieträger. Zu den Subventionen zählen neben direkten Preis-Verbilligungszahlungen unter anderem Investitionen in staatlich betriebene oder getragene Raffinerien und Energiekonzerne, Subventionen für fossil befeuerte Industrieanlagen sowie Steuervorteile und staatlichen Kreditzusagen für Emittenten wie Aluminiumhütten oder Zementwerke.
Zwar sanken im Betrachtungszeitraum die Subventionen um rund 9,9 Prozent auf 538,5 Milliarden Euro. Allerdings stiegen in einigen der G20-Staaten die Subventionen pro Kopf der Bevölkerung, konkret in Großbritannien, Russland, Kanada, Australien, Mexiko und Indonesien.
Diesen Zahlen stehen die offiziellen Verlautbarungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) entgegen. Der IEA zufolge sind die Subventionen für fossile Energieträger weltweit 2019 um 30 und 2020 sogar um 40 Prozent gesunken. Diese Diskrepanz könnte sich aus der Natur der analysierten Zahlen ergeben: Die IEA hat in ihre Betrachtung lediglich direkte Subventionen einbezogen.