Es heißt, Strom sei ein zuteifst unemotionales Produkt. Dieser Satz gilt aber sicherlich nicht für Regionalstrom-Produkte. Denn mit diesen geben Stadtwerke dem Strom ein Gesicht. Und wie sich zeigt, bringt Regionalstrom Mehrwert für die gesamte Region! Ein Beispiel hierfür liefern die Stadtwerke Krefeld (SWK). Unter dem Produktnamen „meinSWK Heimatstrom“ vertreiben die Stadtwerke vor Ort Energie, die tatsächlich komplett aus Erzeugungsanlagen stammt, die sich im Umkreis von maximal 50 Kilometer befinden. Zum Start stammt der Strom von einem Windrad in Wachtendonk. Dieses betreiben die SWK gemeinsam mit den Gemeindewerken Wachtendonk.
Wie der SWK-Bereichsleiter Vertrieb Privat- und Gewerbekunden, Smail Zarouali, erklärt, liefere das Windrad „jährlich etwa eine Million Kilowattstunden Strom. Das genügt, um zum Start 300 bis 350 Haushalte zu versorgen.“ Sollte dies nötig sein, könnten die Stadtwerke aber jederzeit Strom aus weiteren Windenergieanlagen der Region für das Regionalstromangebot aktivieren.
„MeinSWK Heimatstrom“ wird vom TÜV zertifiziert. Es ist etwas teurer als der SWK-Ökostromtarif „meinSWK KLASSIK öko“. Für den berühmten Durchschnittshaushalt bedeutet das bei einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden 35 Euro Mehrkosten im Jahr.
Auf eine Besondereheit ihres Regionalstroms sind die Krefelder besonders stolz: 0,5 Cent je verkaufter Regionalstrom-Kilowattstunde speist einen Ökofonds. Die hier kumulierten Summen werden jährlich dazu genutzt, Klimaschutz- und Energieeffizienz-Projekte in der Region zu fördern. Wie der Sprecher des Vorstandes der SWK, Carsten Liedtke, ergänzt, speisen die Stadtwerke zum Start einmalig 10.000 Euro als Sockelbetrag in den Ökofonds ein. Krefelder, Wachtendonker und Straelener Vereine und Initiaitve können sich dann um eine Förderung bewerben. Die SWK will dabei 30 Prozent der Gesamtprojektkosten, maximal 3.000 Euro, finanzieren.