Die Bundesregierung hat einen Sonderbeauftragten für den Ukraine-Gastransit bestellt. Georg Graf Waldersee soll künftig dafür Sorge tragen, dass auch weiterhin Erdgas über die Ukraine nach Europa gelangt. Die Ernennung ist Folge der am 21. Juli getätigten „Gemeinsamen Erklärung der Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschlands zur Unterstützung der Ukraine, der europäischen Energiesicherheit und unserer Klimaziele“. Darin hat sich Deutschland verpflichtet, einen Sonderbeauftragten zu ernennen.
Es ist nicht das erste Mal, dass eine solche Position besetzt ist und der Name Waldersee ist auch nicht unbekannt: Bereits 2019 hatte die Bundesregierung die trilateralen Gespräche zwischen der Europäischen Kommission, Russland und der Ukraine zur Fortführung des russischen Gastransits über die Ukraine mit Georg Graf Waldersee als Sonderbeauftragtem für den Ukraine-Gastransit begleitet.
Ziel des Sonderbeauftragten soll nach einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vor allem das Hinwirken auf eine Verlängerung des Gastransitabkommens der Ukraine mit Russland um bis zu zehn Jahre sein. Das bisherige Abkommen läuft am 31. Dezember 2024 aus.
Die Ernennung durch die Bundesregierung folgt kurz nach der Einsetzung eines US-Sondergesandten für Fragen rund um die Pipeline NordStream 2.