McKinsey: Klimaschutz rechnet sich

vom 17.09.2021

Im laufenden Wahlkampf sind sie immer wieder ein Argument: Die Kosten für Maßnahmen zum Klimaschutz. Meist werden diese als (zu) hoch kritisiert. Dabei entspricht das wohl nicht den Tatsachen, wie ausgerechnet die Unternehmensberatung McKinsey verkündet. Denn wie aus der Studie „Net-Zero Deutschland“ hervorgeht, könnten Einsparungen von Kosten durch Klimaschutzmaßnahmen bis 2045 die Kosten für die Dekarbonisierung ausgleichen.

McKinsey betrachtet dabei die fünf emissionsintensivsten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie den Bankensektor. Bis 2045 sind durchschnittlich 240 Milliarden Euro Investitionen pro Jahr nötig – rund 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 könnten diese Kosten jedoch ausgleichen. Voraussetzungen dafür sei der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie eine erheblich höhere Veränderungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz.

Die für die Klimawende benötigten Sachinvestitionen bis 2045 beziffert McKinsey auf eine Billion Euro Zusatzinvestitionen in umweltverträgliche Sachgüter wie neue Anlagen, Fahrzeuge und Wärmetechnik. Weitere rund fünf Billionen Euro werden demnach für Ersatzinvestitionen fällig, also für die turnusmäßige Erneuerung bereits bestehender Infrastruktur, Anlagen und Gebäude – beispielsweise die Umrüstung von Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge.

Das Fazit fällt eindeutig aus: „Gelingt die Transformation rechtzeitig und erfolgreich, kann Deutschland die Technologieführerschaft in kritischen Exportsektoren aufrechterhalten und deren Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand absichern“. Dies betreffe bis zu 20 Prozent der Arbeitsplätze und bis zu 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig werde es Verschiebungen von Arbeitsplätzen geben, beispielsweise von thermischer Stromerzeugung hin zur Wasserstoffproduktion oder von der Herstellung von Verbrennungsmotoren zur Batterieproduktion.

Hier geht es zur Studie.

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