Die Atmosphäre hat 2020 erneut mehr Treibhausgase aufgenommen. Die Konzentration erreichte einen neuen Höchststand, den auch die wirtschaftlichen Querelen rund um die Corona-Pandemie nicht verhindern konnten. Wie aus einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervorgeht, sei der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dabei noch höher ausgefallen als die durchschnittliche Zunahme in den vergangenen zehn Jahren. Die Erreichung der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens sei angesichts dieser Entwicklung erheblich gefährdet.
Hoffnungen, dass die Auswirkungen der Panemie auf die Wirtschaft sich dämpfend erweisen könnten, haben sich zerschlagen: Die Corona-Pandemie führte demnach zu keinem bedeutenden Emissionsrückgang. Der Wirtschaftsabschwung habe lediglich vorübergehend Neuemissionen reduziert.
WMO-Generalsekretär Petteri Taalas zufolge setzten viele Länder sich jetzt aber zumindest Ziele für die Kohlenstoffneutralität. Es sei zu hoffen, dass die Verpflichtungen auf der COP26 drastisch zunehmen würden. „Wir müssen die Industrie, den Energiesektor, den Verkehr und unsere gesamte Lebensweise neu überdenken.“