Die gestiegenen Beschaffungspreise im Jahr 2021 haben die gesamte Energiewelt unter Druck gesetzt. Einige Unternehmen haben sich dabei offenbar verkalkuliert, wie Pleiten und Globalkündigungen sämtlicher Kundinnen und Kunden durch einige EVU zeigen. Dass sich dabei durchaus nicht jeder als ehrbarer Kaufmann erwiesen hat, lässt sich nun das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium einschalten. Bundesminister Robert Habeck kündigte für die Zukunft strengere Regeln an. Im Visier: Energiediescounter. Diese, im Jargon des Bundesministers „Billiganbieter“, hätten an der Energiebörse auf „ewig günstige“ Preise spekuliert, was „kein belastbares Geschäftsmodell“ sei.
In einer Videobotschaft für eine Energiekonferenz des „Handelsblatts“ sagte Habeck, es könne „nicht einfach so ohne Konsequenzen bleiben, es werden rechtliche Änderungen kommen“. Das Wirtschaftsministerium besorgt dabei vor allem eine Zahl: Laut der Bundesnetzagentur hätten im letzten Jahr fast 40 Energieversorger den Markt verlassen, fast doppelt so viele wie 2020.
Der Bundesminister stellte insbesondere eine Überprüfung der EVU hinsichtlich einer klareren Regulierung der sogenannten „Langfristhinterlegung“ in Aussicht. Es könne nicht sein, dass Verbraucher, die 50 oder 100 Euro sparen wollten, die „Geprellten“ seien.