Die Energiekosten sind 2021 stark gestiegen – und eine Trendumkehr ist aktuell eher nicht in Sicht! Deshalb hat die Ampelkoalition sich nun auf einige Entlastungen für die Bürger und Bürgerinnen geeinigt. Wie die SPD-Chefin Saskia Esken ausführt, sei es den Partnern wichtig, „dass das Leben in seinen Grundbedürfnissen bezahlbar bleibt“. Grünen-Chefin Ricarda Lang sekundiert: Man erlebe derzeit, dass „steigende Preise viele Menschen hart treffen“. Mit Blick auf die hohen Energiekosten sprach Lang von einer „fossilen Inflation“. Das Partnertrio komplett macht FDP-Chef Christian Linder, für den es wichtig ist zu versichern, dass „wir […] die Menschen nicht allein [lassen] in der gegenwärtigen Situation“.
Die Koalitionsspitzen haben sich auf mehrere Entlastungsschritte verständigt. Dabei hätten laut der SPD-Chefin vor allem Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen als Adressaten gedient. Unter anderem soll wie bereits länger diskutiert die EEG-Umlage bereits zum 1. Juli abgeschafft werden. Im Koalitionsvertrag steht dafür der 1. Januar 2023 als Zieldatum.
Für Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Grundsicherung und Sozialhilfe gibt es einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro. Ab 1. Juli ist hier außerdem die Zahlung eines Sondersofortzuschlags für arme Kinder von 20 Euro geplant.
Für Berufstätige, die zur Arbeit pendeln müssen, ist sicherlich die Anpassung der Pendlerpauschale wichtig. Allerdings bleibt selbige bis zu einer Entfernung von 20 Kilometern gleich, erst ab dem 21. Kilometer wird sie von 35 auf 38 Cent je Kilometer angehoben.
Laut Bundesfinanzminister Chrisitan Lindner habe das Entlastungspaket einen Umfang von mehr als 13 Milliarden Euro. Davon entfallen allein auf die vorgezogene Abschaffung der EEG-Umlage rund 6,6 Milliarden Euro.