Der Sparwille ist da, es fehlt aber das Wissen um das Wie!

vom 20.03.2022

Der Krieg in der Ukraine hat die ohnehin bereits angespannte Lage an den Energiemärkten weiter verschärft. Als Folge ziehen die Energiepreise an. Das wird sich mit einer gewissen Verzögerung auch bei den Kundinnen und Kunden von Energieversorgern bemerkbar machen. Wie eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt, ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland aber durchaus bereit, Energie einzusparen, um so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Wie aus der repräsentativen Befragung unter 1002 Menschen in Deutschland hervorgeht, wollen 79 Prozent bewusst weniger Energie verbrauchen. Allerdings zeigt sich auch: Es hapert vielfach bereits beim Wissen um die Baissdaten zum eigenen Energieverbrauch. 40 Prozent etwa wissen nicht, wie hoch ihr Jahresstromverbrauch überhaupt ist, gut ein Drittel (30 Prozent) weiß zudem nicht, wie hoch die eigene Abschlagssumme ausfällt.

Eine Mehrheit der Befragten wünscht sich mehr Detailinformationen: 71 Prozent wollen mehr Transparenz zum Stromverbrauch von einzelnen Geräten, 69 Prozent präzisere und leichter zugängliche Informationen über ihren Stromverbrauch insgesamt. Allerdings nutzten aktuell nicht einmal ein Fünftel (18 Prozent) der Befragten smarte Heizthermostate. Deutlich mehr als die Hälfte (60 Prozent) will sogar auf ihr persönliches Verhalten ausgerichtete Informationen, wie sich direkt Strom sparen lässt.

Eine deutliche Mehrheit steht auch weiterhin hinter der Energiewende: 81 Prozent finden den Umstieg von fossilen Energieträgern und Atomkraft zu regenerativen Energiequellen richtig. Allerdings bewerten 71 Prozent das Tempo der Energiewende als zu niedrig, 45 Prozent sogar als viel zu langsam und 26 Prozent als eher zu langsam. Immerhin ein Drittel befürchtet, dass durch den Umstieg auf erneuerbare Energien Blackouts die Folge sein könnten.

Die Daten zeigen in jedem Fall, dass sich hier für Energieversorger ein guter Anknüpfungspunkt ergibt, um die eigenen Kundinnen und Kunden gezielt anzusprechen und beim Energiesparen zu unterstützen. Hierfür bietet die ASEW eine ganze Reihe an hilfreichen Angeboten.

Das deutsche Effizienzziel gerät mehr und mehr außer Reichweite.