Windkraftausbau an Land schwächelt

vom 12.04.2022

Die Energiewende soll erheblich beschleunigt werden. Dazu hat das Bundeskabinett das umfangreiche Osterpaket verabschiedet. Teil der Planungen: Eine mindestens Verdopplung der Windenergienutzung im laufenden Jahrzehnt. Doch der Ausbau hier kommt aktuell eher schleppend voran. Onshore zeigen sich deutliche Aussetzer!

Wie aus vorläufigen Zahlen der Fachagentur Windenergie hervorgeht, nahm die Zahl neugenehmigter Windräder im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Auch die Zahl in Betrieb gehender Windräder sank. Der Bundesverband Windenergie nahm das zum Anlass, von einem gefährlichen Signal zu sprechen. Der Verband fordert sogar einen „Turbo“ für beschleunigte Verfahren.

Konkret wurden in den ersten drei Monaten des Jahres bundesweit 204 Windräder genehmigt – fast 14 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Auch hinsichtlich der Leistung sieht es nicht besser aus: Diese sank um acht Prozent.

Auch wurden weniger Windräder ans Netz gebracht: Insgesamt 93 Neuanlagen sah das erste Quartal – und damit 29 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Insgesamt stehen diese Anlagen für eine Leistung von 381 Megawatt – 27,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 2021 gingen in Deutschland 484 neue Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1,9 Gigawatt in Betrieb.