BNetzA-Chef warnt vor drastischen Gaspreiserhöhungen

vom 18.07.2022

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hat vor einer dramatischen Verteuerung von Erdgas für die Verbraucherinnen und Verbraucher gewarnt. Den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sagte Müller, eine Verdreifachung der Gaspreise oder sogar ein noch stärkerer Preisanstieg sei möglich. „Bei denen, die jetzt ihre Heizkostenabrechnung bekommen, verdoppeln sich die Abschläge bereits – und da sind die Folgen des Ukraine-Krieges noch gar nicht berücksichtigt“.

Ab 2023 müssten sich Gaskund:innen mindestens auf eine Verdreifachung der Abschläge einstellen. Die Menschen müssten jetzt vorsorgen – und zwar sowohl technisch wie finanziell. Der BNetzA-Chef appelliert andie Bürgerinnen und Bürger: „Erhöht freiwillig euren Abschlag oder legt jeden Monat etwas Geld zurück, etwa auf ein Sonderkonto.“

Auch ein Gespräch mit Vermietern bzw. ein Handwerkertermin sei sinnvoll. Denn etwa die Hälfte der Gasthermen in Deutschland sei nicht gut eingestellt. Mit kleinem Aufwand lasse sich „ein großer Spareffekt erzielen“.

Die Sanitärbranche sekundiert hier: Pro Gebäude seien 10 bis 20 Prozent Energieeinsparung drin. Ein sogenannter hydraulischer Abgleich optimiere den Wasservor- und rücklauf und führe zu einer höheren Temperaturdifferenz. Es gehe hier um ein paar Stunden Arbeit für einen Installateur.