Wetterextreme haben in diesem Jahr enorme Auswirkungen gehabt: Sie betrafen Millionen Menschen vor allem in ärmeren Regionen und verursachten Milliardenkosten. Darauf weist die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem Bericht zum Zustand des Klimas hin.
Allein durch die Flutkatastrophe in Pakistan seien im Sommer mindestens 1.700 Menschen gestorben. Fast acht Millionen Menschen wurden durch die Fluten aus ihrer Heimat vertrieben. Zugleich herrschte in Ostafrika eine extrem langanhaltende Dürre. Bis Mitte des Jahres hätten deswegen mehr als 19 Millionen Menschen zu wenig Nahrung zur Verfügung gehabt. Wie WMO-Generalsekretär Petteri Taalas klarstellte, litten besonders jene Menschen im globalen Süden, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich seien, am stärksten unter den Folgen.
Die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase hat im vergangenen Jahr einen neuen Hochstand erreicht. Auch im noch laufenden Jahr stieg die Konzentration aller Treibhausgase in der Atmosphäre weiter an. Laut dem WMO-Generalsekretär lägen „so hohe Werte an Kohlendioxid in der Atmosphäre [vor], dass das 1,5-Grad-Ziel kaum noch in Reichweite ist“. Klimaforschern zufolge muss die Erderhitzung bei 1,5 Grad gestoppt werden, um die Überschreitung gefährlicher Kipppunkte zu vermeiden und die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden.