Wasserstoff: EU-Parlament positioniert sich

vom 09.02.2023

Der Energieausschuss des EU-Parlaments (ITRE) hat eine Position zur Reform des EU-Gasbinnenmarkts erstellt. Dabei positioniert sich das Parlament in einigen entscheidenden Fragen deutlich gegen Positionen der EU-Kommission. So wollen die Parlamentarier sowohl die Beimischung von Wasserstoff zum über das bestehende Gasnetz transportierten Erdgas wie auch den durch Erdgasbezieher subventionierten Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur erlauben.

Gerade gegen letzteres hat sich die EU-Kommission klar positioniert; sie will das nur bis Ende 2030 erlauben. Danach dürften Erdgaskonzerne ab 2031 keine Wasserstoffnetze mehr besitzen, sondern müssen entflochten werden. Dagegen sprach sich das EU-Parlament zumindest auf Vereilebene aus.

Jens Geier, Berichterstatter zur Richtlinie, sagte nach der Abstimmung, das Europäische Parlament erlaube im Gegensatz zum Kommissionsvorschlag mehr Sicherheit für Investitionen in Wasserstoffinfrastruktur auf Basis des bestehenden Erdgasnetzes. Das Parlament fordere zudem, Gas-, Wasserstoff- und Strominfrastruktur gemeinsam zu planen, um die Energiesysteme künftig besser aufeinander abzustimmen.

Das Wasserstoffkernnetz nimmt Reservierungen entgegen.