Die Gefahr einer Gasmangellage ist erst einmal passé: Laut der Initiative Energien Speichern (Ines) stiegen aktuell sogar mit jedem Tag die Aussichten, auch dem Winter 2023/24 mit vollen Speichern begegnen zu können.
Ines hat anhand verschiedener Modelle untersucht, wie sich Verbräuche, Speicherstände, Importe und Exporte entwickeln und welche Auswirkungen unterschiedliche Temperaturen haben. Dabei wurde das Wetterjahr 2016 als normal definiert, 2010 als kalt und 2020 als warm. Ein Ergebnis: Selbst bei sehr tiefen Temperaturen wird eine Gasmangellage in diesem Winter nicht mehr eintreten. Ganz im Gegenteil: Weil höhere Temperaturen erwartet werden, steige die Wahrscheinlichkeit, dass die aktuelle Heizperiode mit hohen Speicherständen beendet wird. Selbst im schlimmsten Fall würde die Heizperiode mit einem Speicherfüllstand von 23 Prozent enden.
Ines-Geschäftsführer Sebastian Bleschke zufolge seien die Verbrauchseinsparungen im Januar gegenüber Dezember zwar gesunken, eine Gasmangellage sei aber trotzdem nicht zu befürchten. Allerdings blieben weiterhin anhaltende Bemühungen zum Gassparen relevant, um ab Sommer die Gasspeicher für den kommenden Winter 2023/24 erneut zu befüllen. Dafür sei ein moderates bis hohes Aufkommen von Flüssigerdgas (LNG) erforderlich.