LNG-Terminals: BMWK legt Statusbericht vor

vom 05.03.2023

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat einen Bericht zu den Planungen und Kapazitäten der schwimmenden und festen Flüssigerdgasterminals erstellt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betonte dabei erneut: „Um die Versorgungssicherheit auch in der Übergangszeit sicherzustellen, müssen wir […] für die nächsten Jahre auch eine eigene Infrastruktur für LNG-Gas aufbauen. Dabei legen wir den Planungen klare Prinzipien zu Grunde: Wir preisen Risiken ein, planen zur Vorsorge mit Sicherheitspuffern, schaffen Flexibilität und handeln in europäischer Solidarität.“

Der nun vorliegende Bericht stellt die Ausgangslage des letzten Jahres dar und nimmt Stellung zu den Standorten und Planungen der schwimmenden und festen Flüssigerdgasterminals. Ebenfalls eingeflossen in den Bericht ist eine Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI), welche das BMWK beauftragt hatte, um angesichts der dynamischen Entwicklung auf den Gasmärkten Gasszenarien für die mögliche weitere Entwicklung zu erstellen.

Zu Jahresbeginn nahmen in Wilhelmshaven und Brundsbüttel zwei vom Bund initiierte mobile LNG-Terminals (FSRU) ihre Arbeit auf, ein drittes in privater Initiative ging in Lubmin ans Netz. Durch die Kapazitäten dieser drei Terminals kann im Jahr 2023 zunächst LNG für etwa 13,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland angelandet werden. Drei weitere durch den Bund initiierte FSRU‐Standorte befinden sich im Aufbau.

In den Jahren 2026 und 2027 sollen die drei derzeit geplanten landseitigen Terminals in Stade, Brunsbüttel und Wilhelmshaven in Betrieb gehen. Mit den festen Terminals stiege die LNG-Importkapazität rechnerisch auf etwa 54 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

Für den Zeitraum von 2022-2038 geht das BMWK von Kosten von rund 9,8 Milliarden Euro aus. Es zeichnet sich aber bereits jetzt ab, dass weiter Kostensteigerungen dazu kommen werden.

Die Importe über deutsche LNG-Terminals sind auf einem Allzeithoch.