Weiterhin weltweites Hoch für erneuerbare Energien

vom 22.03.2023

Erneuerbare Energien befinden sich weiterhin weltweit auf einem Siegeszug. Wie aus den Renewable Capacity Statistics 2023 der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hervorgeht, betrug die weltweite Stromerzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien Ende 2022 kumuliert 3.372 Gigawatt. Der Zubau betrug dabei 295 Gigawatt – ein Plus von 9,6 Prozent.

Der Bereich ist damit trotz der verbreitet unsicheren Zeiten, Stichwort Ukraine-Krieg und Energie-Krise, weiterhin weltweit auf Rekordniveau gewachsen. Laut IRENA bestätigten die Zahlen den Abwärtstrend der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen deutlich. Wie IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera sagte, zeige „[d]ieses anhaltende Rekordwachstum [zudem][…] die Resilienz der erneuerbaren Energien inmitten der aktuellen Energiekrise“. Die überzeugenden wirtschaftlichen Argumente für erneuerbare Energien einerseits und die günstigen politischen Rahmenbedingungen andererseits ließen ihren Anteil am globalen Energiemix weiter steigen. Der aktuelle jährliche Zubau an erneuerbaren Energien müsse sich jedoch bis 2030 verdreifachen, wenn die Welt das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erreichen wolle.

Erneut zeigte sich auch diesmal, dass der Zubau vor allem von Asien getragen werde. Daneben seien besonders Europa und die USA Wachstumsmärkte. 60 Prozent der neuen Leistung wurden in Asien zugebaut. China leistete den größten Beitrag und steuerte 141 Gigawatt zur Erweiterung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. In Europa und Nordamerika wuchsen die erneuerbaren Energien um 57,3 bzw. 29,1 Gigawatt.

Die Wasserkraft trägt mit 1.250 Gigawatt den größten Anteil der erneuerbaren Erzeugungsleistung. Bei der neu installierten Leistung stechen aber insbesondere Photovoltaik (plus 22 Prozent) und Windenergie (plus neun Prozent) hervor. Gemeinsam schulterten beide Energieerzeugungsarten 90 Prozent des Zubaus.

Erneuerbare Energien sind weltweit weiterhin im Aufwind