Mobilität: Quote ins EnWG?

vom 06.04.2023

Die Bundesregierung will die E-Mobilität deutlich voranbringen. Bis 2020 sollten eine Million E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Zwar ist dieses Ziel erst kürzlich realisiert worden, doch schon liegt die nächste Marke vor: 2030 sollen bereits 15 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Diese Quote soll nun sogar gesetzlich fixiert werden: Im zur Novelle anstehenden Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).

Wie das Branchenportal energate berichtete, verlautete dieses Vorhaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Mit der Gesetzesnovelle wollten die drei Ampelkoalitionäre einen Beschluss des kürzlich zusammengekommenen Koalitionsausschusses umsetzen. Dem dazugehörigen Beschlusspapier zufolge sollen nämlich Verteilnetzbetreiber gesetzlich verpflichtet werden, „ihre Netze vorausschauend auszubauen, damit 2030 15 Millionen vollelektrische Fahrzeuge reibungslos und komfortabel geladen werden können“.

Indes gibt es für den elektrifizierten Verkehr aktuell auch durchaus Rückschläge. Lange gehypt entwickelten sich nämlich E-Roller aus verschiedenen Gründen in Städten mehr zum Ärgernis als zum hippen Fortbewegungsmittel. Paris hat nun durchgegriffen und eine Bürgerbefragung durchgeführt. Diese wollte erfahren, ob die Flitzer aus dem Stadtbild verschwinden sollen. Dabei votierten 89 Prozent für die Abschaffung der Mietroller. Allerdings beteiligten sich nur 7,46 Prozent der Pariserinnen und Pariser an der Befragung. Nichtsdestotrotz werden die E-Mietroller nun bis zum 1. September aus Paris verschwinden.

Der Bund arbeitet an einem Gesetz zu bidirektionalem Laden.