Aus den Arbeitskreisen (KW 32/23)

vom 07.08.2023

Als wichtiges Netzwerkelement agieren innerhalb der ASEW mehr als zwei Dutzend thematische Arbeitskreise. Diese befassen sich regelmäßig auch mit Themen, die das gesamte Netzwerk betreffen.

Diesmal im Fokus: der Arbeitskreis Glasfaser.

Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag auf den Herausforderungen rund um die Kommunikation bei innerstädtischen Glasfaser-Baumaßnahmen, speziell gegenüber Gastronomen und Einzelhändlern. Hier ist zu beachten, dass gerade in stark touristisch geprägten Regionen mitunter ein Ausbauverbot in der Sommerzeit herrscht (oft analog zum Reifenwechsel nur von O bis O). Bewährt hat sich eine sehr frühzeitige Kommunikation mit Betroffenen (explizit nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter!).

Anliegen des Bundes ist es, den Ausbau möglichst effizient voranzubringen. Dabei gilt es, Doppelausbau zu vermeiden. Als Unterstützung hat der Bund die Monitoringstelle zur Erfassung doppelter Glasfaserbauvorhaben bei der BNetzA eingerichtet. (https://www.bundesnetzagentur.de/_tools/110_AusbauvorhabenGlasFas/node.html). Diese fungiert auch als Schlichtungsstelle. Da hier bislang keine Kommunikation durch die BNetzA erfolgte, ist die Stelle weitgehend unbekannt.

Eine Frage, die viele beschäftigt ist, welche Kooperationspartner und Dienstleister im Zusammenhang mit Glasfaser empfohlen werden können. Es zeigt sich, dass das Feld hier nicht allzu groß ist: Aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der Service der Thüga SmartService ausbaufähig. Westconnect wird als weitestgehend zufriedenstellende Leistung erbringender Partner gesehen. Media World Forchheim bietet sehr guten Service und Leistung. vitroconnect ist für eine Zusammenarbeit vorzugsweise im Netzbereich zu empfehlen. Circet Deutschland leistet bislang hinsichtlich Planung, Bauleitung und Montage zufriedenstellende Arbeit.

Eine eher harte Nuss sind Wohneigentümergemeinschaften (WEG). Diese erweisen sich immer wieder als langwierige Entscheidungsfinder. Häufig ist mindestens ein Jahr Vorlaufzeit notwendig. Eine Möglichkeit ist ein Überzeugungsversuch über Hausverwaltungen, doch das ist kompliziert (Eigeninitiative ist nicht zu erwarten, da diese Mehrarbeit durch den Ausbau haben).

Die Telekom hat ein Kalkulationstool zur Wirtschaftlichkeit von Projekten im Mehrfamilienhaus und zur Unterstützung für Hausverwalter (etwa zur Stimmrechtauswertung) lanciert. Dieses Tool ist aufgrund der unterschiedlichen Ebenen (NE3, NE4) sehr komplex. Bei Überlassung durch Mitglieder könnte die ASEW dieses für das Netzwerk bereitstellen.

Bei Fragen zu den behandelten Themen oder dem Arbeitskreis wenden Sie sich gerne an Lukas Wiermann.