Strompreis: Marktentwicklung frisst Entlastungen auf

vom 10.08.2023

Seit mehr als einem Jahr ist die EEG-Umlage nun Geschichte. Sie wurde fast 22 Jahre erhoben. Zuletzt war sie stark in der Kritik, weil sie als größter Umlagenposten den Strompreis signifikant höher ausfallen ließ als in Nachbarländern. Zuletzt lag der Anteil der staatlichen Umlagen- und Steuerbelastung auf Strom bei etwas mehr als 50 Prozent.

Aktuell ist diese Umlagenbelastung deutlich gesunken. Wie das Vergleichsportal Verivox ausrechnete, beträgt der staatliche Anteil am Strompreis aktuell nur noch 29 Prozent. Damit liegt der Staatsanteil im europäischen Vergleich indes immer noch im Spitzenbereich. Höher ist er nur in Dänemark und Polen mit jeweils 38 Prozent. Der Durchschnitt in den 27 EU-Ländern liegt bei 15 Prozent.

Laut dem Verivox-Energieexperten Thorsten Storck habe das Ende der EEG-Umlage zwar „preisdämpfend gewirkt, die hohen Beschaffungskosten fressen die Entlastung jedoch mehr als auf“. Ein weiterer Faktor ist die hohe Inflationsrate. Im Juli lag diese nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 6,2 Prozent. Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,6 Prozent.

Die Strompreise bleiben trotz Wegfall der EEG-Umlage hoch