Ein subventionierter Energiepreis für die deutsche Industrie: Darüber wird unter diversen Namen seit Wochen bereits eifrig diskutiert. Industrieverbände und Gewerkschaften haben hier nun ein Zeichen gesetzt: Sie haben die „Allianz pro Brückenstrompreis“ gegründet. Unter diesem neuen Label fordern die Partner einen befristeten Brückenstrompreis ab Anfang 2024. Konkret wird das Bündnis dabei nicht, allerdings betonen die Partner: „Wer jetzt nicht entscheidet, riskiert viel: Wettbewerbsfähigkeit geht verloren, die grüne Transformation ist in Gefahr und Beschäftigte müssen um ihren Arbeitsplatz bangen“.
Die Allianz wird getragen von den energieintensiven Industrien und den hier aufgehängten Gewerkschaften: Neben der IG Metall und der IG BCE sind der DGB, der Verband Chemische Industrie, die Wirtschaftsvereinigung Stahl, der Bundesverband Glasindustrie, die Wirtschaftsvereinigung Metalle, die Papierindustrie und der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden Mitglieder. Sie stehen für 1,1 Millionen Arbeitnehmer und 8.000 Betriebe.
Von den Ergebnissen der jüngsten Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg ist die Allianz enttäuscht. Dazu heißt es: „Statt sich klar zum Industriestandort Deutschland zu bekennen und mit Siebenmeilenstiefeln in die Transformation zu starten, hat die Bundesregierung erneut wichtige Zukunftsentscheidungen vertagt.“